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OpenAI senkt GPT-5.6 Sol um über 20 Prozent — direkt gegen Opus 5

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OpenAI dreht bei seinem Spitzenmodell erneut am Preis: 4 statt 5 Dollar pro Million Input-Token, 20 statt 30 beim Output. Drei Monate lang, und ziemlich offensichtlich als Ansage an Anthropics Opus 5 gedacht.

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OpenAI hat am 21. August die API-Preise für GPT-5.6 Sol gesenkt — für die nächsten drei Monate um mehr als 20 Prozent. Statt 5 Dollar zahlst du jetzt 4 Dollar pro Million Input-Token, beim Output geht es von 30 auf 20 Dollar runter. Das sind 20 Prozent weniger beim Input und ein Drittel weniger beim Output.

Wen es betrifft — und wen nicht

Die Senkung gilt für die API und für anrechenbare Credits bei ChatGPT Work und Codex. Die Abos für Pro, Plus und Business bleiben unverändert. Wer also über die Oberfläche arbeitet, merkt nichts. Wer über die API oder Codex baut, spart ab sofort. Die Aktion läuft mindestens bis zum 21. November.

Interessant ist das Muster dahinter. Es ist schon die zweite Preisrunde beim 5.6er innerhalb eines Monats — Ende Juli hatte OpenAI bereits die Modelle Terra und Luna günstiger gemacht. Da wird nicht einmalig justiert, da wird systematisch nachgeschoben.

Die Ansage an Anthropic

Mehrere Beobachter lesen die Senkung als direkten Konter gegen Claude Opus 5, das seit Ende Juli auf dem Markt ist. Und der Zeitpunkt passt: Erst vor ein paar Tagen hatte Anthropic eine angekündigte Preiserhöhung für Sonnet 5 wieder zurückgenommen. Beide Seiten tasten sich gerade ab, wer sich welchen Preis für welche Leistung leisten kann.

Für uns, die wir mit diesen Modellen bauen, ist das erst mal eine gute Nachricht. Der Wettbewerb an der Spitze findet nicht mehr nur über Benchmarks statt, sondern auch über den Preis pro Token. Und Token-Preise sind das, was am Ende des Monats auf der Rechnung steht.

Meine Einordnung

Drei Monate Rabatt sind kein neuer Listenpreis — das ist ein Lockangebot mit Ablaufdatum. Die Frage ist, was im November passiert. Bleibt der Preis unten, war es eine echte Senkung. Springt er zurück, war es Marketing.

Trotzdem: Dass ein Frontier-Modell so offen über den Preis kämpft, hätte vor zwei Jahren niemand für so schnell gehalten. Rechenleistung wird billiger, die Modelle konkurrieren härter, und die Gewinner sind vorerst die Leute, die damit arbeiten. Ich schaue mir die Zahlen genau an — aber ich verlagere deswegen nicht blind meine Pipelines. Ein Modell wechselt man nicht wegen drei Monaten Rabatt.


Quellen: