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ChatGPT bekommt Werbung - und zwar in Deutschland

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OpenAI bringt Werbung in ChatGPT nach Europa. Ab naechster Woche in 31 Laendern, Deutschland ist dabei. Betroffen sind nur Gratis- und Go-Nutzer - wer zahlt, bleibt werbefrei.

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Es war absehbar, jetzt ist es hier: OpenAI schaltet Werbung in ChatGPT frei - und Deutschland gehört zur ersten europäischen Welle. Am 18. August hat das Unternehmen angekündigt, dass ChatGPT Ads nächste Woche in 31 europäischen Ländern startet. Neben Deutschland unter anderem Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande, Österreich und Skandinavien.

Wen es trifft - und wen nicht

Die wichtigste Zeile zuerst: Werbung sehen nur Nutzer der kostenlosen Stufe und des günstigen Go-Plans. Wer Plus, Pro oder Enterprise abonniert hat, bleibt werbefrei. Ein Plus-Abo kostet in Europa rund 23 Euro im Monat. Damit ist die Botschaft klar - Werbung ist eben der Preis fürs Gratis-Nutzen.

OpenAI legt Wert darauf, dass die Anzeigen sauber vom eigentlichen Gespräch getrennt und klar als Werbung gekennzeichnet sind. Werbetreibende bekommen keinen Zugriff auf deine Chats, und die Antworten von ChatGPT sollen von der Werbung unbeeinflusst bleiben. Ob sich diese saubere Trennung im Alltag hält, wird man sehen müssen - genau das ist der heikle Punkt bei Werbung in einem Chatbot.

Warum das ein größerer Schritt ist

Im Februar hat OpenAI die ersten Anzeigen in den USA getestet, danach acht weitere Märkte dazugenommen. Die 31 europäischen Länder sind der bisher größte Sprung. Zehntausende Werbetreibende hätten bereits Anzeigen geschaltet, sagt OpenAI. Der Zugang läuft zunächst über das hauseigene Ads-Team sowie Agentur- und Technologiepartner, ein Selbstbedienungs-Manager soll später folgen.

Interessant ist das im Kontrast zu Anthropic. Claude finanziert sich über Abos und die Plattform, nicht über Werbung. Anthropic hat sogar öffentlich betont, dass seine Produkte werbefrei sind und niemand dafür bezahlen kann, dass Claude ein Produkt empfiehlt. Zwei Wege, dasselbe teure Rechenzentrum zu bezahlen - und du merkst als Nutzer schnell, welcher dir lieber ist.

Meine Einordnung

Werbung in einem Assistenten ist etwas anderes als Werbung neben Suchergebnissen. Ein Chatbot fühlt sich persönlich an, fast wie ein Gespräch. Sobald da Anzeigen mitreden, ändert sich das Verhältnis - und die Frage, wie neutral eine Empfehlung wirklich ist, bekommt Gewicht. Für uns in Deutschland heißt das ganz praktisch: Ab nächster Woche lohnt der zweite Blick, ob die nette Produktempfehlung im Chat gerade eine Antwort war oder eine Anzeige.


Quellen: