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Anthropic erwägt Börsengang im Oktober - 60 Milliarden Dollar im Visier

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Laut Bloomberg führt der Claude-Hersteller erste Gespräche mit Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley über einen möglichen IPO noch in diesem Jahr.

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Da braut sich was zusammen: Anthropic, der Hersteller von Claude, erwägt offenbar einen Börsengang bereits im Oktober dieses Jahres. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Was bekannt ist

Das Unternehmen führt demnach erste Gespräche mit großen Wall-Street-Banken — darunter Goldman Sachs, JPMorgan und Morgan Stanley — über eine mögliche Führungsrolle bei einem IPO. Ein solcher Börsengang könnte mehr als 60 Milliarden Dollar einbringen.

Das klingt nach einer gewaltigen Summe, aber im Kontext der aktuellen Bewertung ist es nachvollziehbar: Erst im Februar 2026 hatte Anthropic eine Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Dollar abgeschlossen, die das Unternehmen mit rund 380 Milliarden Dollar bewertete.

Warum jetzt?

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Anthropic hatte einen bemerkenswerten März: Die Bezahl-Abonnements haben sich laut eigenen Angaben in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Claude Code wächst explosiv. Der Streit mit dem Pentagon hat dem Unternehmen paradoxerweise einen enormen Popularitätsschub beschert. Und mit Computer Use und Dispatch kommen ständig neue Features dazu.

Gleichzeitig liefert sich Anthropic ein Rennen mit OpenAI, das ebenfalls einen Börsengang plant. Wer zuerst an die Börse geht, könnte einen strategischen Vorteil haben — bei Investoren und in der öffentlichen Wahrnehmung.

Was das bedeutet

Noch ist nichts spruchreif. Die Gespräche sind in einem frühen Stadium, eine formelle Anmeldung wurde noch nicht eingereicht, und der Zeitplan kann sich noch ändern. Aber allein die Tatsache, dass Anthropic aktiv mit den größten Investmentbanken der Welt spricht, zeigt: Das Unternehmen denkt groß — und schnell.

Für uns als Claude-Nutzer ist die Frage: Verändert ein Börsengang etwas an der Produktphilosophie? Anthropic betont immer wieder seine Safety-First-Haltung. Ob das so bleibt, wenn Quartalszahlen und Aktionärserwartungen ins Spiel kommen, wird sich zeigen.


Quellen: