Die Zahlen sind beeindruckend: Eine Analyse von Milliarden anonymisierter Kreditkartentransaktionen zeigt, dass Claude zahlende Abonnenten in Rekordgeschwindigkeit gewinnt. Das berichtet TechCrunch, das die Daten vom Analyse-Unternehmen Indagari auswerten ließ.
Die harten Fakten
Anthropic bestätigt gegenüber TechCrunch, dass sich die bezahlten Claude-Abonnements in diesem Jahr mehr als verdoppelt haben. Die Mehrheit der neuen Abonnenten wählt den Pro-Tarif für 20 Dollar im Monat — nicht die teureren Max- oder Team-Optionen.
Besonders auffällig: Zwischen Januar und Februar stiegen sowohl die Neukunden als auch die Rückkehrer auf Rekordniveau. Und die Daten bis Anfang März zeigen, dass der Trend anhält.
Was das Wachstum antreibt
Drei Faktoren spielen zusammen:
Erstens die Super-Bowl-Werbung: Anthropics Spots, die sich über OpenAIs Entscheidung lustig machten, Werbung in ChatGPT zu schalten, waren witzig und effektiv. Sie haben Claude in die Top-10 der App-Charts katapultiert.
Zweitens der Pentagon-Streit: Anthropics klare Haltung gegen autonome Waffensysteme und Massenüberwachung hat dem Unternehmen eine Welle positiver Aufmerksamkeit beschert. Je lauter der Konflikt wurde, desto stärker stiegen die Nutzerzahlen.
Drittens die Produkte selbst: Claude Code und Cowork, beide seit Januar verfügbar, haben die Abo-Zahlen nach oben getrieben. Und Computer Use, das erst diese Woche gestartet ist, sorgt für eine weitere Wachstumswelle.
Einordnung
Bei aller Euphorie: Claude liegt bei den zahlenden Nutzern immer noch deutlich hinter ChatGPT. OpenAI gewinnt weiterhin neue Abonnenten in hohem Tempo und bleibt die größte Consumer-KI-Plattform.
Aber der Trend ist klar: Claude gewinnt an Momentum. Und das nicht durch Marketing-Tricks, sondern durch eine Kombination aus klarer Haltung und guten Produkten. Das ist die spannendste Entwicklung in diesem Rennen.
Quellen: