Während sich die meisten KI-Unternehmen darauf konzentrieren, Text besser zu generieren oder Code schneller zu schreiben, geht Jeff Bezos in eine völlig andere Richtung. Sein Startup Prometheus hat gerade 12 Milliarden Dollar eingesammelt — für eine KI, die physische Dinge entwirft und herstellt.
Die Bewertung: 41 Milliarden Dollar. Die Investoren: JPMorgan Chase, Goldman Sachs, BlackRock und Bezos selbst. Es ist erst die zweite Finanzierungsrunde — die erste lag bei 6,2 Milliarden Ende letzten Jahres.
Was Prometheus baut
Das Ziel heißt ‘Artificial General Engineer’ — eine KI, die den kompletten Designprozess komplexer physischer Systeme automatisieren soll. Triebwerke. Medikamente. Industriekomponenten. Nicht nur Simulationen, sondern den gesamten Weg vom Konzept bis zur Fertigung.
Bezos beschreibt es so: Kleinere Teams sollen sich auf größere Dinge konzentrieren können, in kürzerer Zeit. Es geht nicht darum, Ingenieure zu ersetzen — sondern darum, ihnen Werkzeuge zu geben, die bisher nicht existiert haben.
Warum das relevant ist
Die meisten KI-Nachrichten drehen sich um Language Models, Chatbots und Coding-Agenten. Prometheus zeigt, dass eine zweite Front der KI-Revolution entsteht: Physical AI. KI-Systeme, die nicht nur in der digitalen Welt operieren, sondern direkt in der physischen Welt Wirkung entfalten.
Mit 12 Milliarden in einer einzelnen Runde ist Prometheus auf Augenhöhe mit den größten KI-Finanzierungen überhaupt — und es ist kein Sprachmodell.
Die Frage ist, wie lange es dauert, bis aus dieser Vision reale Produkte werden. Bezos hat bei Amazon bewiesen, dass er bereit ist, jahrelang Geld zu verbrennen, bevor sich eine Wette auszahlt. Bei Prometheus scheint er die gleiche Strategie zu fahren.
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