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Nvidia verkauft Vera-CPUs an China — die Hintertür zurück in den Markt

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Während Nvidias GPU-Verkäufe nach China bei null liegen, öffnet der neue Vera-Prozessor eine legale Tür. Erste Bestellungen laufen bereits.

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Nvidias GPU-Marktanteil in China? Laut Jensen Huang: ungefähr null. Die US-Exportkontrollen haben den Chipgiganten aus dem zweitgrößten KI-Markt der Welt praktisch ausgesperrt. Aber jetzt hat Nvidia einen neuen Weg gefunden — und er führt nicht über GPUs.

Am 12. Juni wurde bekannt, dass chinesische Kunden bereits Bestellungen für den Vera-Prozessor aufgeben können. Lieferungen könnten schon im August beginnen.

Was ist Vera?

Vera ist Nvidias erste eigenständige CPU — ein 88-Kern-Prozessor auf ARM-Basis, der speziell für agentische KI-Workloads entwickelt wurde. Er ist Teil der Vera-Rubin-Plattform, die den Prozessor mit Rubin-GPUs kombiniert. Aber als standalone CPU fällt er nicht unter die gleichen Exportrestriktionen wie Nvidias Hochleistungs-GPUs.

Das ist der entscheidende Punkt: CPUs verkaufen ist in China deutlich weniger problematisch als GPU-Verkäufe. Und genau diese Lücke nutzt Nvidia jetzt.

Erste Kunden, große Ambitionen

Ein großer chinesischer Cloud-Anbieter plant bereits den Kauf von über 300 Servern. Der erste Einsatz soll in Rechenzentren außerhalb Chinas erfolgen — zum Testen. Nvidia rechnet mit 20 Milliarden Dollar Umsatz durch Vera-Chips bis zum Ende des Geschäftsjahres im Januar 2027.

Damit tritt Nvidia in direkte Konkurrenz zu Intel und AMD, die den CPU-Markt bisher mit x86-Architektur dominieren. Mit ARM geht Nvidia einen anderen Weg — und mit China-Verkäufen einen, der politisch weniger heikel ist als der GPU-Pfad.

Warum das wichtig ist

Die KI-Infrastruktur-Geschichte wird oft auf GPUs reduziert. Aber agentische Systeme — KI-Agenten, die autonom handeln, planen und koordinieren — brauchen auch massive CPU-Leistung. Vera ist Nvidias Antwort auf genau diesen Bedarf.

Und für China ist es ein Signal: Nvidia gibt den Markt nicht auf. Es sucht nur einen anderen Eingang.


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