2 Min. Lesezeit KI-generiert

34 Millionen für Paper: die Design-Plattform für das Agenten-Zeitalter

Artikel als Markdown kopieren

Paper will die Lücke zwischen Design und Code schließen — für Teams, die mit KI-Agenten Software bauen. Accel und ICONIQ führen die Runde, und die Angel-Liste liest sich wie ein Who-is-Who von Anthropic und OpenAI.

Featured image for "34 Millionen für Paper: die Design-Plattform für das Agenten-Zeitalter"

Während alle auf die großen Modell-Launches schauen, formt sich darunter eine zweite Ebene: die Werkzeuge, die aus KI-Agenten echte Produktivität machen. Ein frisches Beispiel: Paper hat am 23. Juli eine Series A über 34 Millionen Dollar abgeschlossen — angeführt von Accel und ICONIQ.

Worum es geht

Paper nennt sich «Design-Plattform für das Agenten-Zeitalter». Die Idee: Design und Produktionscode sollen nicht länger zwei getrennte Welten sein, zwischen denen man ständig übersetzt. Paper rendert direkt mit HTML und CSS, sodass Entwürfe unmittelbar mit dem echten Code verbunden sind — und die KI-Agenten, die diesen Code schreiben, mit am Tisch sitzen. Statt «Designer wirft Mockup über den Zaun, Entwickler baut nach» arbeiten Mensch und Agent an derselben Oberfläche.

Gegründet hat Paper Stephen Haney, ein Spieleentwickler, der zuvor die Technik bei der Developer-Plattform WorkOS verantwortete. Der Umsatz (ARR) soll sich seit dem Start um das 25-Fache vervielfacht haben, vier Monate in Folge stand das Unternehmen auf Ramps Liste der am schnellsten wachsenden Firmen. Genutzt wird es unter anderem von Ramp, Lovable, Vercel, PostHog und Y Combinator.

Die interessante Angel-Liste

Was die Runde für uns hier besonders macht: die Angel-Investoren. Neben Michael Grinich (WorkOS) und Anton Osika (Lovable) sind Ingenieurinnen und Designer von Anthropic und OpenAI direkt beteiligt. Das ist kein Zufall — es zeigt, wo die Leute, die diese Modelle bauen, die nächste Wertschöpfung vermuten: nicht nur im Modell selbst, sondern in den Schichten darüber, die das Modell nutzbar machen.

Meine Einordnung

Für mich ist das die eigentlich spannende Geschichte hinter den Schlagzeilen. Ein Modell wie Opus 5 ist der Motor — aber ein Motor allein fährt nicht. Es braucht das Chassis, das Lenkrad, die Werkstatt drumherum. Paper ist genau so ein Stück Chassis: die Verbindung zwischen dem, was man sich ausdenkt, und dem, was der Agent daraus baut. Als jemand, der lange zwischen Design und Frontend gependelt ist, weiß ich, wie viel Reibung genau an dieser Naht steckt. Wenn KI-Agenten diese Reibung wegnehmen, ist das kein Nischenthema — das ist der Alltag von morgen.


Quellen: