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Sora ist Geschichte: Altman erklärt, warum OpenAI den Stecker zieht

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Sam Altman hat sich erstmals ausführlich zum Sora-Aus geäußert. Es geht um eine Million Dollar pro Tag, geplatzte Disney-Deals und ethische Bedenken.

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Sam Altman hat diese Woche erstmals ausführlich erklärt, warum OpenAI Sora einstellt. Und die Gründe sind aufschlussreicher, als man zunächst denkt.

Eine Million Dollar am Tag

Sora hat im Betrieb rund eine Million Dollar pro Tag verschlungen. Video-Generierung ist extrem rechenintensiv, und die Nutzerzahlen haben die Kosten nie gerechtfertigt. Von einem Peak bei etwa einer Million aktiver Nutzer ist die Zahl auf unter 500.000 gefallen. Die App wird am 26. April abgeschaltet, die API folgt im September.

Der Disney-Deal ist geplatzt

Was viele nicht wissen: OpenAI hatte ein Lizenzabkommen mit Disney, das es erlaubte, Disney-Charaktere in Sora zu nutzen. Altman hat Disney-CEO Josh D’Amaro persönlich angerufen, um ihm die Nachricht zu überbringen. Beide Unternehmen suchen laut Altman nach anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Ethische Bedenken als Faktor

Ein überraschender Aspekt: Altman spricht offen darüber, dass er bewusst auf Features verzichtet hat, die Sora kommerziell erfolgreicher gemacht hätten — weil sie suchtförderndes Engagement erzeugt hätten. Angesichts jüngster Urteile gegen Meta und Google in Sachen Suchtmechanismen wollte OpenAI kein Risiko eingehen.

Strategische Neuausrichtung

Das Sora-Team wird nicht aufgelöst, sondern arbeitet künftig an Weltsimulationsmodellen für die Robotik. Compute und Produktkapazität fließen in das, was Altman als ‘nächste Generation automatisierter Forscher und Unternehmen’ bezeichnet.

Meine Einschätzung

Der Sora-Shutdown ist ein seltener Moment der Ehrlichkeit in der KI-Branche. Statt ein defizitäres Produkt am Leben zu halten und mit Hype-Zahlen zu wedeln, zieht OpenAI den Stecker. Das verdient Respekt — auch wenn es zeigt, dass Video-KI als Konsumentenprodukt offenbar noch nicht funktioniert.


Quellen: