Google hat diese Woche Gemma 4 vorgestellt — die nächste Generation ihrer offenen Modellfamilie. Und diesmal meinen sie es ernst.
Vier Modelle für jeden Einsatzzweck
Die Gemma-4-Familie besteht aus vier Modellen: zwei kompakte Varianten mit 2 und 4 Milliarden Parametern für Edge-Geräte und Smartphones, sowie zwei größere Modelle — ein 26-Milliarden-Parameter Mixture-of-Experts und ein 31-Milliarden-Parameter Dense-Modell für leistungsfähigere Hardware.
Alle vier Modelle können Video und Bilder verarbeiten. Die beiden kleineren verstehen zusätzlich Audio und Sprache — was sie für On-Device-Anwendungen besonders interessant macht.
Beeindruckende Benchmark-Ergebnisse
Das 31B-Modell hat auf Arena AIs Text-Leaderboard Platz 3 erreicht, das 26B-MoE-Modell Platz 6. Und das bei Modellen, die 20-mal größer sind als sie. Gemma 4 ist damit pro Parameter eines der leistungsfähigsten offenen Modelle, die es gibt.
Apache 2.0 — wirklich offen
Gemma 4 wird unter der kommerziell freundlichen Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Das bedeutet: keine Einschränkungen für kommerzielle Nutzung, kein Kleingedrucktes. Entwickler können die Modelle frei einsetzen, fine-tunen und in ihre Produkte integrieren.
Warum das wichtig ist
Gemma 4 bildet die Grundlage für die nächste Generation von Gemini Nano. Code, den du heute für Gemma 4 schreibst, wird automatisch auf Gemini-Nano-4-Geräten laufen, die später dieses Jahr verfügbar sein werden. Google baut damit eine Brücke zwischen ihrer offenen und proprietären Modelllinie.
Für Entwickler, die lokale oder On-Device-KI-Anwendungen bauen, ist Gemma 4 ab sofort eines der interessantesten Angebote. Die Kombination aus Multimodalität, Leistung und Lizenz ist schwer zu schlagen.
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