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OpenAI bereitet Klage gegen Apple vor — Siri-Deal wurde zum Desaster

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Die ChatGPT-Integration in Siri hat nicht geliefert, was OpenAI sich erhofft hatte. Jetzt arbeiten Anwälte an möglichen Schritten gegen Apple.

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Die Partnerschaft zwischen OpenAI und Apple war eines der großen Versprechen der WWDC 2024: ChatGPT direkt in Siri, in Visual Intelligence, überall auf dem iPhone. Milliarden an neuen Abonnenten sollten folgen. Zwei Jahre später sieht die Realität anders aus — und OpenAI greift jetzt zu juristischen Mitteln.

Was passiert ist

Laut Bloomberg hat OpenAI eine externe Kanzlei beauftragt, rechtliche Optionen gegen Apple zu prüfen. Im Raum steht eine formelle Vertragsverletzungsanzeige, möglicherweise sogar eine Klage. Der Kern des Problems: Die ChatGPT-Integration in iOS ist laut OpenAI vergraben, schwer zu finden, und der Umsatz liegt weit unter den Erwartungen.

Ein OpenAI-Manager formulierte es gegenüber Bloomberg so: Apple habe gesagt, OpenAI solle einen ‘Vertrauensvorschuss’ geben. Das habe nicht gut funktioniert.

Apples Seite

Apple hat offenbar eigene Beschwerden. Bedenken wegen OpenAIs Datenschutzstandards stehen im Raum — und dass OpenAI mit ehemaligen Apple-Führungskräften, darunter Jony Ive, an eigener Hardware arbeitet, dürfte in Cupertino auch nicht gut ankommen.

Warum das wichtig ist

Diese Geschichte zeigt ein Muster, das Apple-Partner kennen: Google Maps wurde 2012 rausgeworfen, Adobe Flash auf dem iPhone blockiert, Spotify jahrelang im App Store benachteiligt. Wer auf Apples Plattform baut, ist immer nur Gast.

Für die KI-Branche ist das Signal klar: Die großen Plattform-Deals der letzten zwei Jahre liefern nicht automatisch, was sich alle erhofft haben. OpenAI hat sich gleichzeitig mit Apple, mit Musk (Prozess läuft), und mit Microsoft (Spannungen vor dem IPO) anzulegen. Das ist eine Menge Fronten für ein Unternehmen, das gerade die Welt verändern will.

Interessant auch: Apple hat Google inzwischen als KI-Infrastrukturpartner gewählt — Gemini-Modelle treiben die nächste Generation von Apple Intelligence an. Für rund eine Milliarde Dollar pro Jahr. OpenAI wurde also nicht nur enttäuscht, sondern ersetzt.


Quellen: Bloomberg, TechCrunch, 9to5Mac