Nvidia hat am 22. Mai seine Quartalszahlen veröffentlicht — und wieder alle Erwartungen übertroffen. Der Umsatz im ersten Quartal (Geschäftsjahr 2027, geendet am 26. April 2026) lag bei 81,6 Milliarden Dollar. Das ist ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Prognose: 91 Milliarden
Noch beeindruckender als die Ist-Zahlen ist die Prognose. Nvidia erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar — deutlich über dem, was die Wall Street erwartet hatte. Der KI-Boom verlangsamt sich nicht. Er beschleunigt.
80-Milliarden-Aktienrückkauf
Zusätzlich zu den starken Zahlen hat Nvidia einen Aktienrückkauf über 80 Milliarden Dollar angekündigt. Das ist ein klares Signal an die Aktionäre: Das Unternehmen hat so viel Cash, dass es gleichzeitig massiv investieren und Kapital an die Anleger zurückgeben kann.
Was die Zahlen treiben
Die Nachfrage nach Nvidias KI-Chips — allen voran die Blackwell-Generation — übersteigt weiterhin das Angebot. Jedes große KI-Unternehmen, ob Anthropic, OpenAI, Google oder Meta, baut seine Rechenzentren aus. Und Nvidia liefert die Hardware dafür.
Dazu kommen die Investitionsankündigungen der letzten Wochen: Alphabet plant 190 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur. Anthropic hat einen 200-Milliarden-Cloud-Deal mit Google Cloud. OpenAI sammelt dreistellige Milliardenbeträge ein. All dieses Geld fließt am Ende zu einem großen Teil an Nvidia.
Die Frage hinter den Zahlen
Kann das so weitergehen? Die KI-Investitionsblase — wenn es eine ist — hat Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Solange die großen KI-Unternehmen wachsen und bauen, profitiert Nvidia. Aber wenn die Nachfrage irgendwann nachlässt oder alternative Chip-Architekturen aufholen, könnte das Wachstum stocken.
Bis dahin sind die Zahlen schlicht beeindruckend.
Quellen: SEC 8-K Filing, GuruFocus