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Musk gegen Altman: Der 134-Milliarden-Dollar-Prozess beginnt

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Heute beginnt in Oakland die Jury-Auswahl im Mega-Prozess zwischen Elon Musk und OpenAI. Es geht um gebrochene Versprechen, die Zukunft von OpenAI — und 134 Milliarden Dollar.

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Es ist so weit. Heute, am 28. April, beginnt in einem Bundesgericht in Oakland die Jury-Auswahl in einem der aufsehenerregendsten Tech-Prozesse der letzten Jahre: Elon Musk gegen Sam Altman und OpenAI.

Worum es geht

Musk hat OpenAI 2015 mitgegründet — als Nonprofit, das KI sicher und zum Wohle der Menschheit entwickeln sollte. Das Versprechen: Die Technologie bleibt offen, die Organisation bleibt gemeinnützig. Dann hat sich OpenAI 2019 eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft gegeben, Microsoft als Investor reingeholt und ist zum wertvollsten KI-Startup der Welt aufgestiegen.

Musk sagt: Das war Verrat. In seiner Klage fordert er bis zu 134 Milliarden Dollar Schadensersatz von OpenAI und Microsoft wegen ‘unrechtmäßiger Bereicherung’. Außerdem will er, dass Altman und OpenAI-Präsident Greg Brockman ihre Posten räumen und OpenAI wieder als echte Nonprofit arbeitet.

Vier Klagepunkte, ein Geschworenengericht

Von den ursprünglich 26 Klagepunkten, die Musk 2024 eingereicht hat, sind nur noch vier übrig: unrechtmäßige Bereicherung, Betrug, konstruktiver Betrug und Verletzung eines gemeinnützigen Trusts. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hat den Prozess in zwei Phasen aufgeteilt. Zuerst klärt eine Jury die Haftungsfrage — ob überhaupt ein Fehlverhalten vorlag. Erst danach geht es um die Höhe des Schadensersatzes.

Neun Geschworene werden ausgewählt, keine Ersatzgeschworenen. Der Prozess läuft montags bis donnerstags von 8:30 bis 13:40 Uhr Pacific Time. Die Haftungsphase soll bis Mitte Mai dauern.

Warum das wichtig ist

Dieser Prozess ist nicht nur ein Duell zwischen zwei Ego-Schwergewichten. Er stellt grundsätzliche Fragen: Darf ein Unternehmen, das als Nonprofit gegründet wurde, einfach so gewinnorientiert werden? Wem gehören die Ergebnisse, wenn eine Organisation ihre Mission ändert? Und was bedeutet es für die KI-Branche, wenn die Gerichte hier Grenzen ziehen?

OpenAI hat parallel seinen Umbau zur For-Profit-Struktur vorangetrieben. Musk betreibt mit xAI und Grok sein eigenes KI-Unternehmen. Beide Seiten haben massive finanzielle Interessen. Aber das Ergebnis dieses Prozesses könnte Präzedenzfälle schaffen, die weit über diesen konkreten Streit hinausgehen.

Meine Einschätzung

Egal wie der Prozess ausgeht — die KI-Branche wird danach eine andere sein. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Grundsatzfragen. Wenn ein Gericht entscheidet, dass OpenAIs Nonprofit-Versprechen bindend war, hat das Implikationen für jedes Unternehmen, das mit gemeinnützigen Strukturen startet und später Gewinne machen will. Popcorn bereithalten.

Quellen: