Harvard macht den Wechsel. Die Faculty of Arts and Sciences (FAS) — das Herzstück der Universität mit den meisten Studierenden und Fakultätsmitgliedern — wird Anthropics Claude als KI-Plattform einführen und gleichzeitig den Zugang zu OpenAIs ChatGPT Edu einstellen.
Was sich ändert
Ab Juni 2026 braucht man für ChatGPT Edu an der FAS eine gesonderte ‘administrative und budgetäre Genehmigung’. Sprich: Der universelle Zugang endet, das Pilotprojekt ist vorbei. Stattdessen wird Claude als Standard bereitgestellt.
Harvards KI-Berater brachte es auf den Punkt: ‘Wir haben bisher OpenAI-Technologie angeboten, und wir werden Anthropic-Technologie anbieten.’ Gleichzeitig machte er klar, dass man sich nicht langfristig auf einen einzigen Anbieter festlegen wolle — der Markt bewege sich zu schnell dafür.
Warum das relevant ist
Interessant wird es im Kontext: Harvard hat bereits über ein bestehendes Abkommen mit Google auch Zugang zu Gemini. Und der HUIT AI Sandbox bietet Zugriff auf GPT-4o, Claude, Gemini und Llama gleichzeitig. Die FAS setzt also bewusst auf Claude als primäres Tool — nicht als einziges, aber als bevorzugtes.
Wenn eine der renommiertesten Universitäten der Welt von ChatGPT auf Claude umsteigt, ist das mehr als eine IT-Entscheidung. Es ist ein Vertrauenssignal. Harvard hat den direkten Vergleich gehabt und sich entschieden.
Einordnung
Klar, eine Universität ist kein Benchmark. Und die Entscheidung wird von vielen Faktoren beeinflusst — Preise, Datenschutz, institutionelle Beziehungen. Aber trotzdem: Wenn Claude gut genug für Harvard ist, sagt das etwas aus.
Quellen: The Harvard Crimson