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600 Google-Mitarbeiter protestieren gegen Pentagon-KI-Deal — aber diesmal ohne Erfolg

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Google hat Gemini fuer die klassifizierten Netzwerke des Pentagons freigegeben. Die Mitarbeiter sind dagegen — doch 2026 ist nicht 2018.

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Erinnert ihr euch an Project Maven 2018? Damals protestierten tausende Google-Mitarbeiter gegen eine KI-Kooperation mit dem US-Militär — und Google zog sich zurück. 2026 ist die Lage anders.

Was passiert ist

Google hat eine Vereinbarung mit dem Pentagon unterzeichnet, die es erlaubt, Gemini in den klassifizierten Netzwerken des Verteidigungsministeriums einzusetzen — ‘for any lawful purpose’. Analyse, Logistik, Datenverarbeitung in großem Maßstab. Google ist damit einer von acht Tech-Riesen, die solche Deals abgeschlossen haben. OpenAI, Microsoft, Amazon, Oracle, Nvidia und SpaceX sind ebenfalls dabei.

Auffällig abwesend: Anthropic. Die stehen weiterhin auf der Pentagon-Blacklist.

Der Protest

Knapp 600 Google-Mitarbeiter haben einen offenen Brief unterschrieben, in dem sie die Entscheidung kritisieren. Aber anders als 2018 gibt es keine Massenrücktritte, keine öffentliche Krise. Die Machtverhältnisse haben sich verschoben: In einem Markt, in dem KI-Ingenieure zwar gefragt sind, aber Meta und Microsoft gerade 20.000 Stellen gestrichen haben, protestiert es sich weniger leichtfüßig.

Die größere Frage

Das Pentagon hat acht Unternehmen an Bord geholt — alle außer Anthropic. Damit wird die Frage ‘Soll KI im Militär eingesetzt werden?’ zunehmend akademisch. Die Frage wird eher: Welche KI wird dort eingesetzt? Und wer bestimmt die Regeln?

Meine Einordnung

Google hat Project Maven einst als PR-Desaster erlebt. Jetzt gehen sie den Deal ein, während alle anderen es auch tun — in der Masse fällt der einzelne weniger auf. Für die 600 Protestierenden habe ich Respekt. Aber realistisch betrachtet: Wenn OpenAI, Microsoft und sogar SpaceX am Tisch sitzen, wird ein einzelner Protest den Lauf der Dinge nicht ändern.


Quellen: