Heute ist der Tag. Am 12. Mai 2026 schaltet OpenAI die DALL-E 2 und DALL-E 3 API-Endpoints endgültig ab. Was im November 2025 angekündigt wurde, wird jetzt Realität — und für Entwickler, die noch nicht migriert haben, wird es ab heute unangenehm.
Was genau passiert
Beide Modelle — DALL-E 2 und DALL-E 3 — werden aus der OpenAI API entfernt. Alle API-Aufrufe, die diese Modelle ansprechen, werden ab heute fehlschlagen. Das betrifft jeden, der Bildgenerierung über die OpenAI API in seine Produkte integriert hat und noch auf den alten Endpoints sitzt.
Die Nachfolger stehen bereit
OpenAI empfiehlt die Migration auf gpt-image-1.5 oder gpt-image-1-mini. Beide Modelle sind seit Dezember 2025 verfügbar und bieten deutlich bessere Qualität als ihre Vorgänger — besonders bei Text-Rendering, Fotorealismus und der Befolgung komplexer Prompts.
Die Preisstruktur hat sich allerdings verändert. Während DALL-E 3 mit einem einfachen Preis-pro-Bild-Modell arbeitete, nutzen die neuen Modelle ein Token-basiertes Pricing. Das kann je nach Nutzungsmuster teurer oder günstiger ausfallen.
Warum das wichtig ist
DALL-E war ein Meilenstein. DALL-E 2 hat 2022 die Welt der Bildgenerierung für die breite Masse geöffnet, DALL-E 3 hat Ende 2023 die Qualität auf ein neues Level gehoben. Dass beide jetzt abgeschaltet werden, markiert das Ende einer Ära.
Gleichzeitig zeigt es, wie schnell sich die KI-Branche bewegt. Modelle, die vor zwei Jahren State of the Art waren, werden heute eingestellt. Für Entwickler heißt das: Abstraktion ist Pflicht. Wer seine Bildgenerierung fest an ein bestimmtes Modell gekoppelt hat, steht jetzt vor einem Migrationsprojekt.
Meine Einschätzung
Die Deprecation war lang genug angekündigt — sechs Monate Vorlaufzeit sind fair. Trotzdem wird es Entwickler geben, die heute überrascht werden. In der OpenAI Developer Community gibt es seit Wochen heftige Diskussionen. Viele Entwickler kritisieren, dass gpt-image-1.5 nicht alle Features von DALL-E 3 abdeckt — besonders bei der Kontrolle über Bildgröße und Aspect Ratio.
Das kennen wir aus der Softwareentwicklung: Neue Versionen sind besser, aber nicht immer kompatibel.
Quellen: