Die Frage, die seit der Pentagon-Blacklist durch die Enterprise-Welt geistert: Kann ich Claude noch nutzen? Microsoft, Google und Amazon haben jetzt alle drei geantwortet — und die Antwort ist ein klares Ja.
Was die Cloud-Riesen sagen
Microsoft hat bestätigt, dass Anthropic-Produkte — einschließlich Claude — weiterhin über M365, GitHub und Microsoft AI Foundry verfügbar bleiben. Die einzige Ausnahme: das Department of Defense.
Google hat nachgezogen und klargestellt, dass die Supply-Chain-Risk-Einstufung sie nicht daran hindert, mit Anthropic an nicht-verteidigungsbezogenen Projekten zusammenzuarbeiten. Claude bleibt über Google Cloud verfügbar.
Amazon (AWS) hat ebenfalls bestätigt: Kunden und Partner können Claude weiterhin für alle nicht-verteidigungsbezogenen Workloads nutzen.
Warum das nötig war
Die Unsicherheit war real. Nachdem das Pentagon Anthropic offiziell als ‘Supply Chain Risk’ eingestuft hatte, fragten sich Enterprise-Kunden: Gilt das nur fürs Militär, oder betrifft es auch uns? Besonders Unternehmen mit Regierungsaufträgen — auch außerhalb der Verteidigung — waren verunsichert.
Die Statements der drei größten Cloud-Anbieter sind deshalb mehr als PR. Sie sind eine Versicherung für Tausende von Unternehmen, die Claude in ihre Workflows integriert haben.
Das größere Bild
Was wir hier sehen, ist etwas Ungewöhnliches: Die Tech-Giganten stellen sich in einer politisch aufgeladenen Situation auf die Seite eines kleineren Wettbewerbers. Das hat weniger mit Altruismus zu tun als mit Eigeninteresse — wenn ein KI-Modell per Regierungsdekret aus der Lieferkette fliegen kann, betrifft das irgendwann alle.
Für Anthropic ist das ein wichtiges Signal: Die Pentagon-Krise hat dem Unternehmen zwar Probleme bereitet, aber die kommerzielle Infrastruktur steht. Claude ist zu tief in zu vielen Enterprise-Stacks integriert, als dass es einfach verschwinden könnte.
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