Wer noch mit claude-3-haiku-20240307 arbeitet, hat genau einen Tag Zeit. Am 20. April wird Anthropic das Modell endgültig abschalten. Danach gibt es keine Übergangsfrist, keine Umleitung — API-Aufrufe schlagen einfach fehl.
Die Timeline
Anthropic hatte die Deprecation bereits am 19. Februar angekündigt, also zwei Monate Vorlauf. Trotzdem dürfte es morgen den einen oder anderen Entwickler kalt erwischen. Haiku 3 war lange das günstigste Claude-Modell und ist in vielen Produktions-Workflows eingebaut.
Was sich ändert
Der empfohlene Nachfolger ist Claude Haiku 4.5 (claude-haiku-4-5-20251001). Die gute Nachricht: Haiku 4.5 ist deutlich leistungsfähiger — 64.000 Output-Tokens statt 4.000, Extended Thinking, besseres Reasoning. Die weniger gute Nachricht: Es kostet viermal so viel. Haiku 3 lag bei 0,25 Dollar pro Million Input-Tokens. Haiku 4.5 liegt bei 1 Dollar.
Für Anwendungen, die auf hohe Durchsatzraten bei niedrigen Kosten setzen, ist das ein spürbarer Sprung.
Teil einer größeren Welle
Haiku 3 ist nicht die einzige Abschaltung. Am 15. Juni folgen Claude Sonnet 4 und Claude Opus 4 — die Originalversionen, nicht die aktuellen 4.6er und 4.7er. Anthropic räumt sein Modell-Portfolio konsequent auf, um Rechenkapazität für die neuen Modelle freizumachen.
Was du jetzt tun solltest
Falls du dir nicht sicher bist, ob deine Anwendung noch Haiku 3 nutzt: In der Anthropic Console unter ‘Usage’ kannst du einen Export als CSV herunterladen. Dort siehst du genau, welche API-Keys welche Modelle aufrufen. Und dann heißt es: Auf claude-haiku-4-5-20251001 umstellen, testen, deployen.
Ein Tag noch.
Quellen: