Claude Code bekommt ein Feature, auf das viele gewartet haben: Routines. Damit kannst du Automatisierungen konfigurieren, die ohne offenen Laptop laufen — auf Anthropics Web-Infrastruktur.
Was sind Routines?
Eine Routine ist eine Claude Code-Automatisierung mit festem Prompt, Repository und Connectors. Einmal konfiguriert, kann sie auf drei Arten getriggert werden:
Nach Zeitplan: Stündlich, nächtlich oder wöchentlich — Claude Code führt den Prompt automatisch aus.
Per API: Jede Routine bekommt einen eigenen Endpoint mit Auth-Token. Perfekt, um sie in bestehende Pipelines einzubinden.
Bei GitHub-Events: Eine Routine kann auf Repository-Events reagieren — zum Beispiel für jede neue PR automatisch eine Session starten.
Typische Anwendungsfälle
Die ersten Nutzer setzen Routines vor allem für diese Muster ein:
- Backlog-Management: Neue Issues nachts triagieren, labeln, zuweisen und eine Zusammenfassung in Slack posten
- Docs Drift: Wöchentlich gemergte PRs scannen, veraltete Docs markieren und Update-PRs öffnen
- Deploy-Verifizierung: Nach jedem Deploy automatisch prüfen, ob alles läuft
- Alert-Triage: Eingehende Alerts bewerten und priorisieren
- Feedback-Auswertung: Nutzer-Feedback sammeln, clustern und aufbereiten
Limits pro Plan
Pro-Nutzer können bis zu 5 Routines pro Tag ausführen, Max-Nutzer bis zu 15 und Team/Enterprise-Nutzer bis zu 25.
Meine Einschätzung
Routines schließen eine Lücke, die mich bei Claude Code immer gestört hat: Der Agent konnte nur arbeiten, wenn ich aktiv vor dem Rechner saß. Jetzt kann ich abends einen Workflow konfigurieren und morgens die Ergebnisse reviewen. Gerade für wiederkehrende Aufgaben wie Issue-Triage oder Docs-Updates ist das ein enormer Produktivitätsgewinn.
Routines sind als Research Preview verfügbar.
Quellen: Claude Blog · 9to5Mac · Simon Willison