Anthropic hat am 16. Juni gleich zwei Claude-Code-Versionen nachgelegt: 2.1.178 und 2.1.179. Kein Feuerwerk an neuen Features — eher das, was man nach einer Phase mit vielen Ausfällen sehen will: Stabilität und Feinschliff.
2.1.178: Sicherheit und Aufräumen
Das größere der beiden Releases dreht an mehreren Schrauben. Es bringt strengere Berechtigungsregeln, Unterstützung für verschachtelte .claude-Verzeichnisse und einen sichereren Auto-Modus. Dazu kommen Verbesserungen an /doctor, an Remote Control und am /bug-Befehl. Und der übliche, aber wichtige Teil: behobene Abstürze, Fixes für Authentifizierungs- und WebSocket-Probleme sowie eine zuverlässigere Subagenten-Ausführung.
Das passt zur größeren Linie der letzten Wochen — verschachtelte Sub-Agenten (bis zu fünf Ebenen tief), feineres Modell- und Regions-Handling und eine durchsuchbare Plugin-Verwaltung. Die Richtung ist klar: Claude Code soll auch in komplexen, mehrstufigen Setups verlässlich bleiben.
2.1.179: Der Fix, den man bei Ausfällen braucht
Die kleinere Folgeversion hat genau ein Highlight — und es sitzt: Wenn die Verbindung mitten im Stream abbricht, bleibt die teilweise erhaltene Antwort jetzt stehen, statt durch einen rohen Fehler ersetzt zu werden. Wer in den letzten Tagen mit Claudes Ausfällen gekämpft hat, weiß, wie wertvoll das ist. Dazu wurde das Mausrad-Scrollen unter WSL2 repariert.
Meine Einordnung
Das Timing ist fast schon poetisch: Während die Infrastruktur unter der Last ächzt, kommt ausgerechnet der Fix für abgebrochene Antworten. Genau dann zeigt sich gute Werkzeug-Arbeit — nicht im großen Feature, sondern darin, dass ein Abbruch nicht mehr die ganze Arbeit wegwirft. Die strengeren Berechtigungsregeln und der sicherere Auto-Modus zahlen auf dasselbe Konto ein: Vertrauen. Genau das, was Anthropic gerade an anderer Stelle dringend braucht.
Quellen: Releasebot: Claude Code, Claude Code Changelog