Kaum ist 2.1.160 draußen, schiebt Anthropic schon nach: 2.1.161 am 2. Juni, 2.1.162 am 3. Juni. Keine großen Schlagzeilen, dafür eine ganze Reihe Details, die den Werkzeugkasten ein Stück verlässlicher machen. Genau die Art Update, die man erst zu schätzen weiß, wenn der Frust, den sie wegräumt, plötzlich weg ist.
Suchwerkzeuge, die man auch bekommt
In 2.1.162 kannst du mit --tools jetzt Grep und Glob explizit anfordern — und auf nativen Builds mit eingebauter Suche werden die Namen nicht mehr stillschweigend ignoriert, sondern liefern tatsächlich die dedizierten Suchtools. Klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber genau so ein Fall, in dem man vorher rätselte, warum eine Konfiguration nichts bewirkt.
Dazu kommt ein Detail, das vielen das Leben leichter macht: Ein Klick auf einen Slash-Befehl im Autocomplete-Menü füllt ihn jetzt in deinen Prompt ein, statt ihn sofort auszuführen. Erst mit Enter läuft er. Wer schon mal versehentlich einen Befehl losgeschickt hat, weiß, warum das gut ist.
Secrets bleiben, wo sie hingehören
Sicherheitsseitig der wichtigste Punkt aus 2.1.161: claude mcp hat beim Auflisten und Abfragen bisher Geheimnisse im Klartext ins Terminal geschrieben. Das ist vorbei — ${VAR}-Referenzen werden nicht mehr expandiert, und Credential-Header sowie Secrets in URLs werden redigiert. Wer Logs teilt oder den Bildschirm spiegelt, atmet hier kurz durch.
Ebenfalls aus 2.1.161: Schlägt ein Bash-Befehl in einem parallelen Tool-Aufruf fehl, reißt er nicht mehr die anderen Aufrufe im selben Batch mit — jedes Tool liefert sein eigenes Ergebnis. Und unter Linux nutzt der Zwischenspeicher im Vollbildmodus jetzt wl-copy, xclip oder xsel, wenn verfügbar.
Ein Start, der nicht ins Leere läuft
Mein Favorit aus 2.1.162: Ist das Konfigurationsverzeichnis schreibgeschützt oder nicht beschreibbar, hängt Claude Code nicht mehr stumm beim Start. Stattdessen startet es mit In-Memory-Konfiguration und zeigt den Fehler an, statt dir einen schwarzen Bildschirm zu hinterlassen. Dazu wurden die Berechtigungsregeln unter Windows repariert, die mit Backslashes (~\, \\server\share) nie griffen, und WebFetch-Regeln haben jetzt Vorrang vor den vorab freigegebenen Hosts.
Und eine Umbenennung am Rande: Windsurf heißt im /ide-Menü jetzt Devin Desktop — der Editor hat sich umbenannt, Claude Code zieht nach.
Unterm Strich: zwei Releases ohne Feuerwerk, aber mit lauter Reibungspunkten weniger. Mir ist das lieber als das nächste große Feature, das ich erst mal verstehen muss.
Quellen: Claude Code Changelog, GitHub: Claude Code Releases