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Anthropic verhandelt mit Microsoft über Maia-200-Chips — und baut sein Compute-Imperium weiter aus

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Anthropic ist in Gesprächen mit Microsoft, um deren hauseigene KI-Chips zu nutzen. Damit diversifiziert das Unternehmen seine Compute-Strategie über AWS und Google Cloud hinaus — und Microsoft könnte einen wichtigen Kunden gewinnen.

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Anthropic ist in Verhandlungen mit Microsoft, um deren Maia-200-KI-Chip zu nutzen. Das berichtet CNBC unter Berufung auf informierte Quellen. Ein Deal wäre noch nicht unterschrieben, aber die Gespräche laufen.

Warum das wichtig ist

Microsoft hat den Maia 200 im Januar vorgestellt — einen hauseigenen KI-Chip, der laut CEO Satya Nadella über 30 Prozent mehr Tokens pro Dollar liefert als die aktuell beste Hardware in der Azure-Flotte. Bisher nutzt Microsoft den Chip nur intern. Anthropic wäre einer der ersten externen Kunden.

Für Microsoft wäre das ein Prestigegewinn. Im Rennen um Custom AI Silicon liegt man hinter Amazon (mit Trainium) und Google (mit TPUs). Ein Deal mit Anthropic — einem der heißesten KI-Unternehmen der Welt — würde das ändern.

Anthropics Compute-Strategie wird immer breiter

Was mich beeindruckt: Anthropic setzt nicht auf einen einzigen Anbieter, sondern baut ein ganzes Netzwerk auf.

Die aktuelle Aufstellung:

  • SpaceX/xAI: 1,25 Milliarden Dollar pro Monat für Colossus-Rechenkapazität, bis Mai 2029
  • AWS: 10-Jahres-Vertrag über mehr als 100 Milliarden Dollar mit Trainium-Chips
  • Google Cloud: 200 Milliarden Dollar Compute-Commitment mit Broadcom-Partnerschaft
  • Microsoft: Jetzt auch Maia-200-Gespräche

Das sind zusammen Compute-Deals im dreistelligen Milliardenbereich. Kein anderes KI-Unternehmen — nicht einmal OpenAI — hat eine derart diversifizierte Infrastruktur-Strategie.

Der Kontext: Nachfrage übersteigt Angebot

Dario Amodei hat es selbst gesagt: Das 80-fache Wachstum im ersten Quartal erklärt die Schwierigkeiten beim Compute. Claude wird schneller adoptiert, als Anthropic Server aufstellen kann. Da macht es Sinn, jeden verfügbaren Chip-Lieferanten an Bord zu holen.

Meine Einordnung

Anthropics Multi-Cloud-Strategie ist clever. Man macht sich nicht von einem einzigen Anbieter abhängig und kann je nach Workload die beste Hardware wählen. Gleichzeitig gibt es Anthropic enorme Verhandlungsmacht: Wenn du mit allen redest, kann keiner dir die Bedingungen diktieren. Die Frage ist nur, ob die Nachfrage nach Claude auch in dieser Geschwindigkeit weiter wächst — denn die Rechnungen dafür sind monumental.


Quellen: