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Anthropic öffnet Mythos für 150 Organisationen — NATO und Samsung sind dabei

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Project Glasswing wächst massiv: Anthropics stärkstes Modell scannt jetzt kritische Infrastruktur in 15 Ländern. Über 23.000 Schwachstellen wurden bereits gefunden.

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Anthropic hat heute bekannt gegeben, dass Project Glasswing — das Programm, das Claudes stärkstes Modell für die Absicherung kritischer Software einsetzt — massiv ausgebaut wird. Rund 150 neue Organisationen in mehr als 15 Ländern erhalten Zugang zu Claude Mythos Preview.

Von 50 auf 200 Partner

Als Glasswing im April mit etwa 50 Partnern startete, war das noch ein überschaubares Pilotprojekt. Jetzt wird daraus ein globales Sicherheitsnetz. Unter den neuen Partnern finden sich Okta, Samsung, die EU-Cybersicherheitsbehörde ENISA und — ja, wirklich — die NATO.

Die Einsatzbereiche lesen sich wie eine Liste von allem, was man auf keinen Fall gehackt sehen will: Energieversorgung, Wasserwerke, Gesundheitssysteme, Telekommunikation und Hardware-Hersteller.

23.000 Schwachstellen — und es werden mehr

Die Zahlen aus der ersten Phase sind beeindruckend. Mythos hat bisher mehr als 23.000 potenzielle Sicherheitslücken in den Codebasen der Partner identifiziert. Anthropic schätzt, dass über 6.000 davon als schwerwiegend bestätigt werden. Das ist eine Menge Holz für ein Modell, das eigentlich noch im Preview-Status steckt.

Mythos für alle — in wenigen Wochen

Die vielleicht wichtigste Nachricht steht am Ende der Ankündigung: Anthropic kündigt an, dass Modelle der Mythos-Klasse ‘in wenigen Wochen’ für alle Kunden verfügbar sein werden. Das wäre ein gewaltiger Schritt — bisher war Mythos streng auf ausgewählte Partner beschränkt.

Einordnung

Anthropic positioniert Mythos immer stärker als Security-Tool für kritische Infrastruktur, nicht nur als Chatbot-Upgrade. Das ist strategisch klug: Wer NATO-Codebasen scannt, kann schlecht als Spielzeug abgetan werden. Gleichzeitig baut Anthropic damit einen Burggraben, den OpenAI und Google so schnell nicht kopieren können — denn Vertrauen bei Sicherheitsbehörden gewinnt man nicht mit Benchmarks, sondern mit Track Record.

Spannend wird, wie sich der öffentliche Mythos-Release von der Glasswing-Version unterscheiden wird. Ein Modell, das Schwachstellen in NATO-Systemen findet, wird kaum unverändert für jedermann freigeschaltet.


Quellen: