Der Anthropic Economic Index misst, wie KI tatsächlich in der Wirtschaft genutzt wird — nicht wie sie genutzt werden könnte, sondern was Menschen wirklich mit Claude machen. Die Daten waren bisher für Forscher, Journalisten und Politiker spannend, aber ehrlich gesagt auch ein bisschen sperrig. Genau das ändert Anthropic jetzt: Seit dem 22. Juli gibt es den Economic Index als Connector direkt in Claude.
Was das konkret heißt
Statt CSV-Dateien zu wälzen, fragst du Claude einfach. Ein paar Beispiele, die Anthropic selbst nennt:
- «Welche Berufe nutzen KI am meisten?»
- «Wie nutzen Menschen in Colorado Claude am häufigsten?»
- «Wofür setzen Lehrer Claude ein?»
- «Was automatisieren die Leute gerade — und wie hat sich das im letzten Jahr verändert?»
Die Antworten sind direkt in den Index-Daten verankert. Und das Beste: Du kannst Claude jederzeit bitten, dir die Rohdaten hinter jeder Antwort zu zeigen. Kein blindes Vertrauen, sondern nachvollziehbare Zahlen.
Einrichtung in einer Minute
Es gibt nichts zu installieren. In claude.ai öffnest du das Connector-Menü, suchst im Verzeichnis den Anthropic Economic Index, aktivierst ihn — fertig. Er funktioniert in jeder Unterhaltung, mit jedem Claude-Modell. Am besten fängst du breit an («Was sagt der Index über meine Branche?») und gräbst dich dann in die Details.
Ein Wort zur Einordnung, das Anthropic selbst mitliefert: Der Index spiegelt Muster in der Claude-Nutzung wider — nicht den Arbeitsmarkt als Ganzes. Claude weist dich im Gespräch auch von selbst auf diese Grenzen hin. Gut so.
Meine Einordnung
Ich mag diese Art von Feature, weil sie so unaufgeregt nützlich ist. Kein neues Riesenmodell, keine Benchmark-Schlacht — sondern einfach: Daten, die vorher hinter einer Hürde lagen, werden für jeden zugänglich, der eine Frage hat. Das passt gut zum großen Thema dieser Woche, dem 200-Millionen-Fonds für Forschung zur KI-Wirtschaft. Erst die Daten öffnen, dann die Forschung finanzieren — das ergibt zusammen ein rundes Bild.
Für mich ist es außerdem ein schönes Beispiel dafür, wozu Connectors eigentlich da sind: nicht als technische Spielerei, sondern als Brücke zwischen einem Sprachmodell und echten, überprüfbaren Quellen. Genau da wird es interessant.
Quellen: