Alibabas Quartalszahlen lesen sich auf den ersten Blick dramatisch: Der Kerngewinn ist um 84 Prozent eingebrochen. Aber CEO Eddie Wu bleibt gelassen — und verteidigt die massiven KI-Investitionen des Unternehmens.
Die Zahlen
Alibaba hat im vergangenen Quartal massiv in KI-Infrastruktur investiert: eigene Halbleiter, Rechenzentren und die Weiterentwicklung der Qwen-Modellfamilie. Das drückt auf den Gewinn. Gleichzeitig wächst die Cloud-Sparte zweistellig — getrieben durch die KI-Nachfrage.
Wus Botschaft an die Investoren ist eindeutig: Der Return on Investment bei KI sei ‘extrem klar’. Das Unternehmen sieht die Ausgaben nicht als Kosten, sondern als Fundament für zukünftiges Wachstum.
Chinas KI-Wette
Alibaba steht stellvertretend für eine Entwicklung, die ganz China betrifft. Chinesische Tech-Konzerne investieren aggressiv in KI — trotz Exportbeschränkungen für westliche Chips und geopolitischer Unsicherheit.
Die Qwen-Modelle von Alibaba gehören mittlerweile zu den leistungsfähigsten Open-Source-Modellen weltweit. Und der Cloud-Bereich profitiert direkt davon: Unternehmen, die KI-Workloads in Alibabas Cloud laufen lassen, treiben die Umsätze nach oben.
Was Investoren denken
Die Reaktion der Börse war gemischt. Der Gewinneinbruch beunruhigt, aber das Cloud-Wachstum überzeugt. Es ist die gleiche Diskussion, die auch bei westlichen Tech-Unternehmen läuft: Wie viel darf KI-Infrastruktur kosten, bevor sie sich auszahlt?
Die Antwort kennt noch niemand. Aber Alibaba hat sich entschieden — und setzt alles auf KI.
Quellen: CNBC