Mark Zuckerberg hat bei einem internen Town Hall am 2. Juli offen gesagt, was viele in der Branche leise denken: KI-Agenten entwickeln sich langsamer als erwartet. Die Entwicklung habe sich ‘nicht in der Weise beschleunigt, wie wir es erwartet hatten’, so Zuckerberg gegenüber seinen Mitarbeitern.
Der Kontext
Meta hat Anfang des Jahres rund 8.000 Stellen gestrichen — etwa 10 Prozent der Belegschaft — und weitere 7.000 Mitarbeiter in KI-Gruppen umgeschichtet, darunter eine Einheit namens ‘Agent Transformation’. Zuckerberg räumte ein, dass dieser Umbau ‘nicht so sauber war, wie er hätte sein können’ und dass die Wetten auf die neue Struktur ‘sich noch nicht ausgezahlt haben’.
Trotzdem optimistisch
Trotz der Eingeständnisse bleibt Zuckerberg bei der Linie: In drei bis sechs Monaten sollen sich die Investitionen auszahlen. Meta hat seine Kapitalausgaben-Prognose im April auf 125 bis 145 Milliarden Dollar angehoben. Das ist ein enormes Engagement — und Zuckerberg muss liefern.
Meine Einordnung
Die Ehrlichkeit ist erfrischend. In einer Branche, die gerne mit ‘revolutionär’ und ‘bahnbrechend’ um sich wirft, sagt der Chef eines der größten Tech-Konzerne: Unsere Agenten funktionieren noch nicht so, wie wir wollen. Das bestätigt, was viele von uns im Alltag erleben — KI-Agenten sind beeindruckend in Demos, aber holprig in der Praxis. Claude Code und Cowork machen echte Fortschritte, aber auch dort gibt es noch viel zu tun. Die ehrliche Frage ist nicht, ob KI-Agenten kommen — sondern wie lange die letzte Meile wirklich dauert.
Quellen: