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Simon Willison lässt Fable ein komplettes Open-Source-Release schreiben — für 149 Dollar

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Der renommierte AI-Blogger hat Claude Fable an einem Wochenende eine komplette sqlite-utils-Version erstellen lassen. Fable fand dabei einen kritischen Datenverlust-Bug, den Willison selbst übersehen hatte.

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Am 4. Juli — während Simon Willison die Independence-Day-Parade in Half Moon Bay genoss — arbeitete Claude Fable an sqlite-utils 4.0rc2. 37 Prompts, 34 Commits, 1.321 neue Codezeilen in 30 Dateien. Geschätzte Kosten auf API-Ebene: 149,25 Dollar.

Ein kritischer Bug, den ein Mensch übersehen hätte

Willison startete mit einem simplen Prompt: ‘Final review before shipping a stable 4.0 release — very important to spot any last minute things that would be a breaking change if we fix them later.’

Fable fand fünf Release-Blocker. Der schlimmste: delete_where() hat Änderungen nie committet. Wer Daten löschte, danach neue einfügte und die Verbindung schloss, verlor alles — die Löschung, die neuen Daten, sogar neue Tabellen. Ein klassischer Silent-Data-Loss-Bug, den man im normalen Testen kaum findet.

Fable als Coding-Kollegin, nicht als Tippse

Was Willisons Bericht so lesenswert macht: Er beschreibt eine echte Arbeitsbeziehung mit dem Modell. Während Fable 10–15 Minuten an einem Task arbeitete, ging er zum Umzug, schaute gelegentlich aufs iPhone und schickte den nächsten Prompt ab. Die intensive Code-Arbeit lief über Claude Code for Web, gesteuert vom Handy.

Fable schrieb nicht nur Fixes, sondern gleich die komplette Dokumentation zum neuen Transaction-Modell dazu. Willisons Fazit: Die Release Notes sind besser, als er sie selbst geschrieben hätte.

Gegencheck durch GPT-5.5

Willison ließ anschließend OpenAIs GPT-5.5 die Arbeit von Fable reviewen — und umgekehrt. Er nennt das ‘weirdly superstitious’, gibt aber zu: Es funktioniert. GPT-5.5 fand tatsächlich zwei weitere Probleme mit der db.query()-Methode, die Fable übersehen hatte.

Fable-Countdown läuft

Die Geschichte hat einen Zeitdruck-Twist: Ab dem 8. Juli werden Fable-5-Aufrufe auch für Max-Abonnenten nur noch über Usage Credits abgerechnet. Willison hat extra auf den $200/Monat-Max-Plan upgegradet und versucht, sein Fable-Kontingent bis dahin komplett auszuschöpfen — aktuell steht er bei 63 Prozent der wöchentlichen Fable-Limits.

Was das für die Praxis bedeutet

149 Dollar für ein Major-Release eines etablierten Open-Source-Projekts — inklusive Bug-Fixes, Dokumentation und einem kritischen Sicherheitsfix. Das ist kein Spielzeug-Demo, sondern ein Werkzeug, das tausende Entwickler täglich nutzen.

Aber Willison selbst relativiert: Er hätte mehr auf günstigere Subagenten setzen sollen. Die 141 Dollar der Hauptsession liefen komplett auf Fable. Mit einem Mix aus Fable für die schweren Tasks und Opus für die Routinearbeit wäre es billiger geworden.

Quellen: