VS Code 1.128 ist da, und im Gepäck hat es eine Neuerung, die vor allem Claude-Nutzer interessieren dürfte: Man kann jetzt mehrere Chats innerhalb einer einzigen Claude-Agent-Host-Session führen — direkt im Agents-Fenster.
Was sich ändert
Bisher war das Verhältnis eher starr: eine Session, ein Gesprächsfaden. Wollte man ein zweites Thema parallel bearbeiten, landete das in einer eigenen Top-Level-Session. Das Ergebnis waren schnell zig verstreute Sessions, zwischen denen man den Überblick verlor.
Mit 1.128 bleiben zusammengehörige Gespräche in einer Session gebündelt. Du kannst mehrere Chat-Threads nebeneinander offen haben, ohne dass sie in getrennte Sessions zerfallen. Klingt nach einer Kleinigkeit — ist aber im Alltag genau der Reibungspunkt, an dem man vorher Zeit verloren hat.
Warum das mehr ist als Kosmetik
Der eigentliche Wert liegt im Arbeitsmodell. Wer mit einem Coding-Agenten arbeitet, hat selten nur eine Sache offen: Der eine Thread refactored ein Modul, der zweite jagt einen Bug, der dritte schreibt Tests. Wenn diese Threads in einer Session zusammenbleiben, statt sich über das ganze Fenster zu verteilen, bleibt der Kontext beisammen — und dein Kopf auch.
Es passt außerdem zu einem größeren Trend bei Claude Code: Hintergrund-Tasks, die einen Session-Neustart überleben, klickbare PR-Links, robustere lange Läufe. Alles kleine Schritte in dieselbe Richtung — den Agenten von einem Chatfenster zu einem echten Arbeitsplatz zu machen.
Meine Einordnung
Ich mag solche Updates. Keine große Bühne, keine neue Modell-Ankündigung — nur eine sinnvolle Reibungsreduktion für Leute, die den ganzen Tag mit dem Agenten arbeiten. Genau diese unscheinbaren Verbesserungen entscheiden am Ende darüber, ob ein Werkzeug sich gut anfühlt oder nicht.
Wer VS Code als Host für Claude nutzt, sollte updaten und das Multi-Chat-Handling ausprobieren. Es ändert nichts Weltbewegendes — aber es räumt genau die Art von Unordnung weg, die sich über einen Arbeitstag summiert.
Quellen: