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Samsung plant 648-Milliarden-Dollar-Investition in KI und Chips

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1.000 Billionen Won in zehn Jahren: Samsung Group kündigt das größte Investitionsprogramm in der Geschichte Südkoreas an - mit Chipfabriken, KI-Rechenzentren und Batteriefabriken.

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Samsung Group wird am Montag ein Investitionsprogramm verkünden, das alles Bisherige in den Schatten stellt: 1.000 Billionen Won — umgerechnet 648 Milliarden US-Dollar — will der Konzern über die nächsten zehn Jahre in Südkorea investieren. Es wäre das größte Investitionspaket, das je von einem südkoreanischen Unternehmen angekündigt wurde.

Was geplant ist

Die Investitionen verteilen sich auf mehrere Bereiche. Allein 300 Billionen Won könnten in neue Chipfabriken fließen, die im Südwesten des Landes entstehen sollen. Dazu kommen KI-Rechenzentren, Batteriefabriken und Display-Produktion.

Die Ankündigung soll bei einem Treffen mit Präsident Lee Jae Myung im Präsidialamt erfolgen. Auch SK Hynix-Führungskräfte werden erwartet — ein Signal, dass die südkoreanische Halbleiterindustrie geschlossen auftritt.

Warum jetzt?

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der weltweite Hunger nach KI-Chips ist ungebrochen. NVIDIA verzeichnet Rekordnachfrage, und Länder wie die USA, China und Japan investieren massiv in eigene Chip-Kapazitäten. Südkorea — Heimat von Samsung und SK Hynix, die zusammen den globalen Speicherchip-Markt dominieren — will seinen Vorsprung ausbauen.

Gleichzeitig steht Samsung unter Druck: Die Aktie hat im Vergleich zu NVIDIA und TSMC unterdurchschnittlich performt, und die HBM-Chips (High Bandwidth Memory) für KI-Beschleuniger waren lange hinter der Konkurrenz.

Politische Dimension

Die Investition ist auch politisch brisant. Die Opposition kritisiert, dass die Standortwahl — der Südwesten des Landes — politisch motiviert sei. Der Vorwurf: Die Regierung dränge die Konzerne zu Investitionen in bestimmte Wahlkreise.

Samsung und die Regierung werden das anders sehen. Für Präsident Lee ist das Investitionsprogramm ein Aushängeschild seiner Wirtschaftspolitik. Für Samsung ist es die Chance, KI-Infrastruktur in einer Größenordnung aufzubauen, die nur wenige Unternehmen weltweit stemmen können.

Einordnung

648 Milliarden Dollar über zehn Jahre — das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt vieler Länder. Zum Vergleich: Microsofts geplante KI-Investitionen für dieses Jahr liegen bei rund 80 Milliarden Dollar. Samsung denkt in einer ganz anderen Dimension.

Ob das Geld klug investiert wird, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Der Wettlauf um KI-Infrastruktur hat gerade eine neue Stufe erreicht.

Quellen: