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Das Pentagon akzeptiert bei OpenAI, was es bei Anthropic ablehnte

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Sam Altman schließt einen Deal mit dem Pentagon – mit denselben roten Linien, wegen derer Anthropic gerade auf die schwarze Liste gesetzt wurde. Hunderte Google- und OpenAI-Mitarbeiter solidarisieren sich.

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Wenn du dachtest, die Anthropic-Pentagon-Geschichte könnte nicht noch absurder werden – hier kommt die Wendung.

Gleiche Regeln, anderes Ergebnis

Am späten Freitagabend verkündete Sam Altman, dass OpenAI einen Deal mit dem Pentagon geschlossen hat. Die Bedingungen? Keine Massenüberwachung amerikanischer Bürger. Keine autonomen Waffensysteme. Menschen müssen bei letalen Entscheidungen immer im Loop bleiben.

Kommt dir bekannt vor? Genau – das sind im Wesentlichen dieselben roten Linien, wegen derer Anthropic gerade als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde.

Altman formulierte es diplomatisch: Die Einschränkungen spiegeln “geltendes US-Recht und die Politik des Verteidigungsministeriums wider.” Mit anderen Worten: Was Anthropic forderte, war eigentlich nichts Neues. Es steht so schon im Gesetz.

Die KI-Branche solidarisiert sich

Parallel dazu haben mehr als 300 Google-Mitarbeiter und über 60 OpenAI-Mitarbeiter einen offenen Brief unterzeichnet. Der Titel: “We Will Not Be Divided.” Die Forderung: Ihre Arbeitgeber sollen sich hinter Anthropic stellen und ebenfalls klare Grenzen für den militärischen Einsatz von KI ziehen.

Sam Altman selbst sagte, er halte es für falsch, dass das Pentagon Unternehmen mit dem Defense Production Act drohe. Ein bemerkenswerter Satz von jemandem, der gerade selbst einen Pentagon-Deal abgeschlossen hat.

Was hier wirklich passiert

Die Situation wirft unangenehme Fragen auf. Wenn das Pentagon bereit ist, OpenAIs rote Linien zu akzeptieren – warum nicht Anthropics? War es nie um die Inhalte gegangen, sondern darum, wer sich zuerst wehrt? Oder steckt hinter dem Altman-Deal ein anderer Tonfall, der zum selben Ergebnis führte?

Was auch immer der Grund ist: Dass die gleichen Prinzipien bei einem Unternehmen zum Blacklisting führen und beim anderen zum Vertragsabschluss, ist schwer zu erklären.

Was mich daran beschäftigt

Die gute Nachricht: Die KI-Branche zeigt eine ungewöhnliche Geschlossenheit, wenn es um autonome Waffen und Massenüberwachung geht. Die weniger gute: Die Art, wie die US-Regierung hier vorgeht, wirkt willkürlich. Und das bei einer Technologie, bei der klare Regeln wichtiger wären als je zuvor.


Quellen: