OpenAI hat gestern die Übernahme von Ona angekündigt, einem Berliner Cloud-Startup, das sichere Cloud-Umgebungen für Entwickler baut. Der Kaufpreis wurde nicht genannt, aber die strategische Bedeutung ist klar: Codex soll damit den Sprung vom Minuten-Tool zum Tage-Agenten schaffen.
Was Ona macht
Ona hat in den letzten Jahren über zwei Millionen Entwicklern geholfen, ihre Arbeit von lokalen Maschinen in die Cloud zu verlagern — in sicheren, reproduzierbaren Umgebungen. Genau das braucht OpenAI für die nächste Phase von Codex.
Warum das wichtig ist
Aktuell kann Codex beeindruckende Dinge — aber es ist an die Sitzung gebunden. Du startest eine Aufgabe, und Codex arbeitet, solange du dabei bist. Mit Onas Infrastruktur soll sich das ändern: Codex-Agenten sollen Stunden oder sogar Tage autonom arbeiten können, ohne dass du den Laptop offen halten musst.
OpenAI beschreibt die Vision so: Onas Modell erlaubt es Agenten, innerhalb der eigenen Cloud-Umgebung einer Organisation zu arbeiten, während OpenAI die Intelligenz und Orchestrierung liefert. Das gibt Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Infrastruktur, Daten und Sicherheitsgrenzen.
Die Zahlen
Codex wird aktuell von mehr als fünf Millionen Menschen pro Woche genutzt — ein Plus von 400 Prozent seit Jahresbeginn. Nach der Übernahme werden Onas Mitarbeiter in das Codex-Team integriert.
Einordnung
Das ist ein cleverer Zug von OpenAI. Claude Code, Cursor, GitHub Copilot — der Markt für KI-Coding-Tools ist brutal umkämpft. Der Unterschied zwischen einem guten Coding-Assistenten und einem echten Coding-Agenten liegt genau in der Fähigkeit, autonom und dauerhaft zu arbeiten. Mit Ona kauft OpenAI nicht nur Technik, sondern einen Vorsprung in der Infrastruktur.
Für ein deutsches Startup ist das übrigens ein beachtlicher Exit. Berlin liefert.
Quellen: