OpenAI hat gerade erst den Umbau zum gewinnorientierten Unternehmen abgeschlossen — und jetzt dreht sich die Nonprofit-Seite der Geschichte weiter. Am 24. März hat die OpenAI Foundation neue Führungskräfte vorgestellt und angekündigt, in diesem Jahr mindestens eine Milliarde Dollar auszugeben. Für Forschung, Sicherheit, Gesundheit und die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI.
Was die Foundation vorhat
Die Schwerpunkte für 2026 sind klar umrissen: biologische Risiken eindämmen, KI in den Lebenswissenschaften voranbringen und die Auswirkungen auf Jobs, Wirtschaft und psychische Gesundheit — besonders bei Kindern — abfedern. Klingt nach dem typischen Tech-Philanthropie-Programm. Aber die Dimensionen sind bemerkenswert.
Die Foundation sitzt auf Anteilen am Unternehmen, die auf rund 130 Milliarden Dollar geschätzt werden. Das macht sie zu einer der bestausgestatteten gemeinnützigen Organisationen der USA. Im Oktober hatte sie bereits angekündigt, insgesamt 25 Milliarden Dollar für ähnliche Zwecke bereitzustellen — ohne konkreten Zeitrahmen. Jetzt wird es konkreter: Eine Milliarde in zwölf Monaten.
Neues Führungsteam
Robert Kaiden kommt als CFO, vorher bei Deloitte und Twitter. Anna Makanju leitet den Bereich ‘KI für Zivilgesellschaft und Philanthropie’. Jeff Arnold, ein frühes OpenAI-Mitglied, übernimmt die operative Leitung. Einen Executive Director sucht die Foundation noch.
Einordnung
Man kann das zynisch sehen: OpenAI hat sich mit der For-Profit-Umstrukturierung Kritik eingefangen. Eine milliardenschwere Nonprofit-Initiative hilft beim Image-Management. Man kann es aber auch pragmatisch sehen: Egal wie die Motivation aussieht — wenn tatsächlich eine Milliarde Dollar in KI-Sicherheitsforschung und gesellschaftliche Abfederung fließt, profitieren am Ende alle davon.
Die spannende Frage ist, ob die Foundation wirklich unabhängig agieren kann — oder ob sie am Ende doch nur die PR-Abteilung mit besserem Budget ist.
Quellen: