OpenAI hat gestern ein dickes Update für seine Codex-Entwicklerumgebung veröffentlicht — und das Ding zielt direkt auf Claude Code. Die Desktop-App für Mac und Windows hat jetzt Fähigkeiten, die weit über reines Coding hinausgehen.
Was Codex jetzt kann
Der spannendste Part: Codex kann jetzt im Hintergrund auf deinem Rechner arbeiten. Es öffnet Apps, klickt, tippt — und du kannst parallel weiter deine eigene Arbeit machen. Mehrere Agenten laufen gleichzeitig, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Das erinnert stark an Anthropics Computer-Use-Feature, nur eben direkt in die Entwicklerumgebung integriert.
Dazu kommt ein eingebauter Browser, mit dem du Frontend-Projekte direkt in Codex previewan kannst. Noch ist das auf localhost beschränkt, aber OpenAI plant eine Erweiterung auf externe Webapps.
Neu ist auch die Bildgenerierung via gpt-image-1.5 — direkt im Workflow kannst du jetzt Mockups, Konzepte und Game-Assets erstellen lassen. Und ein Memory-Feature merkt sich, wie du arbeitest, und generiert automatisch Kontext für zukünftige Sessions.
111 neue Plugins
Besonders beeindruckend: OpenAI hat 111 neue Plugin-Integrationen vorgestellt. CodeRabbit, GitLab Issues, CircleCI, Microsoft Suite — der Agent kann jetzt quer durch die gesamte Toolchain arbeiten und Aktionen auslösen. Dazu gibt es ein neues Pay-as-you-go-Preismodell für Enterprise- und Business-Kunden.
Einordnung
OpenAI meldet 3 Millionen wöchentliche Entwickler auf Codex. Das ist eine Ansage. Was hier passiert, ist ein direktes Rennen mit Claude Code um die Frage: Wer baut die bessere Entwickler-KI? Anthropic hat mit Routines und dem Desktop-Redesign gerade erst vorgelegt — OpenAI kontert jetzt mit einem breiteren Feature-Set.
Für uns als Nutzer ist das großartig. Der Wettbewerb treibt beide Seiten zu besseren Produkten. Ich bin gespannt, ob Anthropic bei Claude Code bald nachzieht — besonders beim Thema Hintergrund-Agenten, die andere Apps steuern können.
Quellen: