2 Min. Lesezeit KI-generiert

OpenAI Codex steuert jetzt deinen Windows-PC

Artikel als Markdown kopieren

Codex Computer Use kommt auf Windows 11. Der Agent bewegt Maus und Tastatur, testet Apps und jagt Bugs — und du kannst ihn vom Handy aus weitersteuern.

Featured image for "OpenAI Codex steuert jetzt deinen Windows-PC"

OpenAI hat Codex Computer Use auf Windows 11 gebracht — bisher gab es das nur auf dem Mac. Mit der Codex-App v26.527 kann der Agent jetzt grafische Oberflächen direkt bedienen: Maus bewegen, tippen, klicken, Apps testen, Bugs reproduzieren. Das ist genau die Art von Funktion, bei der man als Claude-Nutzer kurz aufhorcht — denn hier wird es richtig konkret im Wettbewerb um den Desktop.

Was Codex auf Windows kann

Computer Use ist für Aufgaben gedacht, bei denen Kommandozeile oder strukturierte Integrationen nicht reichen: eine Desktop-App prüfen, einen Browser bedienen, App-Einstellungen ändern oder einen Bug nachstellen, der nur in der grafischen Oberfläche auftritt. Codex sieht den Bildschirm und handelt darauf.

Der Haken auf Windows: Der Agent läuft auf dem aktiven Desktop und kann nicht im Hintergrund arbeiten, während du dieselbe Windows-Sitzung weiternutzt. Codex übernimmt also Maus und Vordergrund, solange die Aufgabe läuft. Auf dem Mac können mehrere Agenten parallel arbeiten — unter Windows ist das (noch) nicht so.

Vom Handy aus weitersteuern

Praktisch: Du kannst dich mit einer Windows-Maschine verbinden und sie vom Smartphone aus weiterdirigieren. Aufgabe starten, weggehen, per ChatGPT-App nachschauen und Folgeanweisungen schicken. Wer den Rechner unbeaufsichtigt arbeiten lassen will, hält ihn entsperrt und online — oder lässt Codex gleich in einer Windows-VM laufen.

Sandbox statt Vertrauensvorschuss

OpenAI setzt auf Eingrenzung: Codex sieht und handelt nur in den Apps, die du freigibst, und fragt während einer Aufgabe um Erlaubnis, bevor es eine App nutzt. Läuft Codex nativ auf Windows, blockiert eine Windows-Sandbox Schreibzugriffe außerhalb des Arbeitsordners und verhindert Netzwerkzugriffe ohne deine ausdrückliche Zustimmung.

Das klingt vertraut — und das ist auch der spannende Punkt. Anthropic hat denselben Grundgedanken gerade ausführlich beschrieben: Den Schaden eines Agenten nicht durch ständiges Nachfragen begrenzen, sondern durch harte Umgebungsgrenzen. Sandbox, eingeschränkter Dateizugriff, kein Netz ohne Freigabe. Zwei Labore, dieselbe Lehre.

Mein Eindruck

Computer Use auf dem Desktop ist kein Gimmick mehr, sondern wird zum Standard-Feature, das jedes ernstzunehmende Coding-Tool haben muss. Claude steuert Mac und Windows längst, jetzt zieht Codex auf Windows nach. Für uns als Nutzer ist das gut: mehr Auswahl, mehr Tempo. Eine kleine Einschränkung noch — in der EU, Großbritannien und der Schweiz ist Codex Computer Use zum Start nicht verfügbar. Schade, aber das kennt man ja inzwischen.


Quellen: OpenAI: Building a safe, effective sandbox to enable Codex on Windows, OpenAI Developers: Computer Use – Codex app