Eine Woche vor der GTC 2026 ist durchgesickert, woran Nvidia neben GPUs arbeitet: NemoClaw heißt die neue Open-Source-Plattform, mit der Unternehmen KI-Agenten deployen sollen. Und der Clou — sie läuft nicht nur auf Nvidia-Hardware.
Was NemoClaw ist
NemoClaw ist eine Enterprise-Plattform für KI-Agenten. Die Idee: Unternehmen können damit Agenten bauen und einsetzen, die Workflows automatisieren — von Kundenservice über interne Prozesse bis hin zu Datenanalyse. Die Plattform kombiniert drei bestehende Nvidia-Komponenten: das NeMo-Framework fürs Training, die Nemotron-Modellfamilie und NIM-Microservices für Inferenz.
Das Besondere: NemoClaw ist Open Source. Unternehmen bekommen Zugang zum Quellcode und können das Verhalten der Agenten, Workflows und Integrationen nach ihren eigenen Anforderungen anpassen.
Die Partnerstrategie
Nvidia pitcht NemoClaw aktiv an Enterprise-Softwareunternehmen. Die Wunschliste liest sich wie ein Who’s Who der Tech-Branche: Salesforce, Cisco, Google, Adobe, CrowdStrike. Weil die Plattform Open Source ist, bekommen Partner kostenlosen Zugang — im Gegenzug sollen sie zum Projekt beitragen.
Warum das interessant ist
Nvidia positioniert sich damit deutlich über die reine Hardware-Rolle hinaus. Wer die Plattform kontrolliert, auf der KI-Agenten laufen, kontrolliert ein Stück weit die Zukunft der Enterprise-KI. Und indem Nvidia das Ganze als Open Source freigibt, schaffen sie ein Ökosystem, das auch ohne Nvidia-GPUs funktioniert — was paradoxerweise ihre Position stärkt, weil mehr Unternehmen in ihrem Orbit landen.
Jensen Huang wird NemoClaw voraussichtlich am 16. März auf der GTC-Keynote offiziell vorstellen.
Einordnung
Die Agenten-Plattform-Schlacht ist eröffnet. Anthropic hat den Claude Marketplace, OpenAI baut an eigenen Agent-Tools, Google integriert Gemini tief in Workspace — und jetzt kommt Nvidia mit einer Open-Source-Alternative, die hardwareagnostisch ist. Für Unternehmen, die sich nicht an einen Anbieter binden wollen, könnte das sehr attraktiv werden.
Quellen: