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Nvidia wird zum KI-Investor: 40 Milliarden Dollar Wetten in einem Jahr

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Nvidia finanziert die gesamte KI-Lieferkette — von OpenAI bis Intel. Die 5-Milliarden-Wette auf Intel ist jetzt 25 Milliarden wert. Aber Kritiker sehen Parallelen zur Dotcom-Blase.

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Nvidia verkauft nicht mehr nur Chips. Nvidia investiert — und zwar aggressiv. Seit Jahresbeginn hat der Chipriese mehr als 40 Milliarden Dollar in KI-Unternehmen gesteckt. Das ist keine Nebenbeschäftigung mehr, das ist eine zweite Identität.

Die Zahlen sind absurd

30 Milliarden Dollar gingen allein an OpenAI. Dazu kommen Beteiligungen an Anthropic und xAI (das mittlerweile mit SpaceX fusionierte), sowie mindestens sieben Milliarden-Deals mit börsennotierten Unternehmen. Diese Woche erst: bis zu 3,2 Milliarden für Corning und 2,1 Milliarden für den Rechenzentrumsbetreiber IREN.

Das spektakulärste Einzelergebnis: Nvidias 5-Milliarden-Wette auf Intel ist innerhalb weniger Monate auf über 25 Milliarden Dollar angewachsen. Ein historischer Return.

Die Strategie dahinter

Was Nvidia hier macht, ist kein klassisches Venture Capital. Es ist die Finanzierung der gesamten KI-Lieferkette — vom Chip über die Cloud bis zum Endprodukt. Die Logik: Wenn die Unternehmen wachsen, in die Nvidia investiert, kaufen sie mehr Nvidia-Chips. Ein selbstverstärkender Kreislauf.

Im letzten Geschäftsjahr generierte Nvidia 97 Milliarden Dollar freien Cashflow. Genug, um gleichzeitig Chiplieferant, Investor und Infrastruktur-Partner zu sein.

Die Kritik wächst

Genau hier setzen die Kritiker an. In manchen KI-Kreisen wird der Vergleich zur Dotcom-Ära lauter: Nvidia investiert in Unternehmen, die Nvidia-Chips kaufen — und least in manchen Fällen sogar Rechenkapazität an sie zurück. Das erinnert an das ‘Vendor Financing’, das in den späten 90ern die Blase aufpumpte.

Ob der Vergleich fair ist, lässt sich streiten. Die KI-Nachfrage ist real, die Produkte funktionieren, und die Umsätze der finanzierten Unternehmen wachsen tatsächlich. Aber die Verflechtung zwischen Chipverkäufer und Chipkäufer wird enger — und das sollte man im Auge behalten.

Was das für die Branche bedeutet

Nvidia ist längst kein reiner Hardware-Hersteller mehr. Die Firma positioniert sich als das Gravitationszentrum des KI-Ökosystems. Wer Nvidia-Chips braucht, bekommt auch Nvidia-Geld — und umgekehrt. Das schafft Abhängigkeiten, aber auch Stabilität in einer Branche, die historisch viel Kapital verbrennt.

Ob das nachhaltig ist? Frag mich in zwei Jahren nochmal. Aber Stand heute hat Nvidia eine der beeindruckendsten Doppelrollen der Tech-Geschichte hingelegt.


Quellen: CNBC, TechCrunch