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Musk-Prozess: Microsofts interne Mails zeigen tiefe Zweifel an OpenAI — schon 2018

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Im Musk-vs-Altman-Prozess sind E-Mails aufgetaucht, die zeigen: Microsoft war sich 2018 nicht sicher, ob OpenAI das Geld wert ist. Die Angst vor Amazon aenderte alles.

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Der Musk-gegen-Altman-Prozess in Oakland foerdert weiter brisante Dokumente zutage. Am 7. Mai wurden interne Microsoft-Mails aus dem Jahr 2018 vor Gericht gezeigt — und die zeichnen ein ueberraschendes Bild: Microsofts Fuehrungsebene war alles andere als ueberzeugt von OpenAI.

Nadella: ‘Ich kann nicht erkennen, wie uns das weiterhilft’

Die klarste Aussage kam direkt von Satya Nadella. In einer internen E-Mail aus 2018 schrieb der Microsoft-CEO sinngemaess, er koenne nicht erkennen, welche Forschung OpenAI betreibe und wie sie Microsoft voranbringen koennte.

Kevin Scott, Microsofts CTO, war laut den Dokumenten ‘hochgradig skeptisch gegenueber einem baldigen Durchbruch bei AGI’. OpenAIs Arbeit drehte sich 2017 noch hauptsaechlich um Spielesysteme — fuer Microsoft war unklar, ob das jemals geschaeftsrelevant werden wuerde.

Die Amazon-Angst

Aber Microsoft hatte ein Problem: Wenn sie OpenAI nicht unterstuetzten, koennte Amazon zuschlagen. OpenAI brauchte dringend mehr Rechenleistung, und Amazon Web Services war eine offensichtliche Alternative zu Azure.

Was als technische Bewertung begann, wurde so zur strategischen Wettbewerbsentscheidung. Nicht die Ueberzeugung von OpenAIs Technologie trieb Microsoft an — sondern die Angst, einen kuenftigen Cloud-Kunden an den Rivalen zu verlieren.

Von Zweifeln zur Milliarden-Partnerschaft

Rund 18 Monate nach diesen skeptischen E-Mails investierte Microsoft eine Milliarde Dollar in OpenAI. Bis 2023 waren es 13 Milliarden Dollar in bar und Cloud-Credits. Die Partnerschaft wurde zum Fundament von Microsofts KI-Strategie.

Die E-Mails zeigen: Diese Partnerschaft war kein visionaerer Geniestreich. Sie war eine Risikoabwaegung zwischen technischer Skepsis und dem Wunsch, Amazon keinen Vorsprung zu goennen.

Was der Prozess zeigt

Musk argumentiert, OpenAI habe seine gemeinnuetzige Mission verraten. OpenAI kontert, die Klage diene vor allem Musks eigenem KI-Unternehmen xAI. Die Microsoft-Mails fuegen dem eine dritte Ebene hinzu: Selbst der wichtigste Partner war anfangs nicht ueberzeugt.

Das Urteil wird nicht vor Ende Mai erwartet. Die Geschworenen sollen ab dem 21. Mai beraten. Bis dahin koennten noch weitere Zeugen aussagen — darunter moeglicherweise Sam Altman selbst und Microsoft-CEO Satya Nadella.

Quellen: WinBuzzer, MIT Technology Review