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Musk-Prozess Woche 2: Murati nennt Altman einen Chaos-Stifter

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Im Musk-gegen-Altman-Prozess packt Ex-CTO Mira Murati aus: Altman habe 'Chaos gestiftet' und Führungskräfte gegeneinander ausgespielt. Und Musk versuchte offenbar, OpenAI-Talente abzuwerben.

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Der Musk-gegen-Altman-Prozess in Oakland geht in die zweite Woche — und die Aussagen werden immer brisanter. Nach Musks eigener Befragung in Woche 1 standen diese Woche zwei Schlüsselzeugen im Fokus: Ex-CTO Mira Murati und Shivon Zilis, OpenAI-Boardmitglied und Mutter von Musks Kindern.

Muratis Video-Aussage: ‘Katastrophales Risiko’

Mira Muratis aufgezeichnete Aussage wurde im Gerichtssaal abgespielt — und sie nahm kein Blatt vor den Mund. Altman habe ‘Chaos gestiftet’ und sei gegenüber ihr und anderen Führungskräften zeitweise ‘täuschend’ gewesen. Ihr Hauptvorwurf: Altman habe einer Person das eine gesagt und einer anderen das genaue Gegenteil.

Murati ging noch weiter: Altman habe Führungskräfte bewusst gegeneinander ausgespielt und ihre Rolle als Technologie-Chefin untergraben. OpenAI sei dadurch einem ‘katastrophalen Risiko’ ausgesetzt gewesen, komplett auseinanderzubrechen.

Bemerkenswert: Trotz allem sagte Murati, sie habe gewollt, dass Altman CEO bleibt, und habe den Board nach besseren Begründungen für die kurzzeitige Entlassung im November 2023 gedrängt.

Zilis enthüllt Musks Abwerbungsversuche

Shivon Zilis, die sowohl im OpenAI-Board saß als auch eine persönliche Beziehung zu Musk hat, lieferte weitere Details. Laut Textnachrichten und E-Mails, die als Beweismittel vorgelegt wurden, versuchte Musk aktiv, Top-Talente von OpenAI abzuwerben — während er noch im Board der Organisation saß.

Das widerspricht Musks früherer Darstellung seiner Rolle bei OpenAI. Zilis berichtete außerdem, dass Musk Altman einen Tesla-Board-Sitz angeboten habe, um OpenAI in Tesla einzugliedern. Und als OpenAI über eine For-Profit-Struktur nachdachte, stellte Musk seine regelmäßigen Spenden ein.

Was auf dem Spiel steht

Musk fordert 150 Milliarden Dollar Schadenersatz von OpenAI und Microsoft. Seine Klage argumentiert, dass OpenAI unrechtmäßig von einer gemeinnützigen zu einer gewinnorientierten Organisation geworden sei und dabei seine ursprünglichen Ziele verraten habe.

Richterin Gonzalez Rogers erwartet, dass die Haftungsphase des Prozesses bis zum 21. Mai abgeschlossen sein wird. Die Jury hat dabei eine beratende Funktion — die finale Entscheidung trifft die Richterin selbst.

Meine Einordnung

Dieser Prozess ist ein Fenster in die chaotische Frühgeschichte der KI-Industrie. Beide Seiten kommen nicht gut weg: Altman als jemand, der Vertrauen verspielt, Musk als jemand, der die Organisation unterwanderte, während er noch offiziell im Board saß. Was bleibt, ist das Bild einer Branche, die so schnell gewachsen ist, dass die menschlichen Beziehungen nicht mitkamen.

Quellen: U.S. News · CNBC · CNN