Zwei Nachrichten von Meta diese Woche, die man zusammen lesen sollte. Erstens: Das naechste grosse KI-Modell mit dem Codenamen ‘Avocado’ wird auf Mai verschoben. Zweitens: Rund 16.000 Mitarbeiter sollen gehen — etwa 20 Prozent der Belegschaft.
Avocado haengt hinterher
Der urspruengliche Plan sah eine Veroeffentlichung im Fruehjahr vor. Jetzt wird es fruehestens Mai. Der Grund laut internen Quellen: Bei Benchmarks schneidet Avocado schlechter ab als aktuelle Modelle von Google, OpenAI und Anthropic. Meta hatte zuletzt mit Llama 4 Scout und Maverick zwar Aufmerksamkeit erzeugt — aber die technische Substanz konnte nicht ueberzeugen.
Das ist ein Problem. Meta hat KI zur obersten strategischen Prioritaet erklaert und investiert Milliarden in Infrastruktur. Wenn dann das Flaggschiff-Modell nicht mithalten kann, wird es eng.
16.000 Stellen weniger
Parallel dazu laeuft eine der groessten Entlassungswellen in Metas Geschichte. Das Unternehmen baut rund 20 Prozent seiner Belegschaft ab. Die offizielle Begruendung: Effizienz und Fokussierung auf KI. Man will sogenannte ‘low performers’ identifizieren und schneller handeln.
Die Wahrheit ist wohl komplizierter. Meta gibt mehr Geld fuer KI-Infrastruktur aus als je zuvor — und muss gleichzeitig zeigen, dass die Margen stimmen. Da sind Personalkosten der naheliegende Hebel.
Was das bedeutet
Meta ist im KI-Rennen nicht raus. Aber die Kombination aus verschobenem Modell und massivem Stellenabbau zeigt: Der Druck ist enorm. Zuckerberg hat alles auf KI gesetzt. Jetzt muss geliefert werden.
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