2 Min. Lesezeit KI-generiert

MCP 2026-07-28 ist live: Stateless-Kern, standardisierte Extensions, härtere Auth

Artikel als Markdown kopieren

Das Model Context Protocol bekommt sein bisher grösstes Update. Der neue Spec-Release macht MCP stateless, giesst Apps und Tasks in ein Extensions-Framework und bringt Auth auf Enterprise-Niveau — und rollt jetzt über die Claude-Produkte aus.

Featured image for "MCP 2026-07-28 ist live: Stateless-Kern, standardisierte Extensions, härtere Auth"

Vor gut einer Woche habe ich hier geschrieben, dass MCP «stateless» wird und dass dieses unscheinbare Update darüber entscheiden könnte, wie sich das Agenten-Ökosystem entwickelt. Jetzt ist es so weit: Der fünfte Spec-Release des Model Context Protocol, offiziell MCP 2026-07-28, ist live — und er ist deutlich mehr als nur der Statelessness-Umbau.

Der Stateless-Kern

Der Kern der Neuerung: MCP wechselt vom bidirektionalen, zustandsbehafteten Protokoll zu einem simplen Request/Response-Modell. Server müssen sich keine Session mehr merken. Damit lassen sie sich endlich auf Serverless- und Edge-Infrastruktur betreiben — genau das, was den Betrieb im grossen Massstab bisher so mühsam gemacht hat. Für alle, die MCP-Server bauen, wird das Skalieren spürbar einfacher.

Extensions, Auth und Tunnels

Interessanter finde ich fast das Drumherum. MCP Apps und Tasks laufen jetzt unter einem versionierten Extensions-Framework. Heisst: Entwickler bekommen einen sauberen, offiziellen Weg, um Dinge wie interaktive UIs oder lang laufende Aufgaben zu ergänzen, ohne den Kern des Protokolls anzufassen.

Dazu kommt gehärtete Autorisierung: Die Auth richtet sich jetzt an produktiven OAuth-2.0- und OIDC-Deployments aus. MCP-Server verbinden sich damit ohne Bastellösung mit Enterprise-Identity-Systemen wie Entra oder Okta.

Und als Research Preview gibt es MCP-Tunnels — sie verbinden Claude mit MCP-Servern in einem privaten Netz, ohne dass diese im öffentlichen Internet exponiert werden müssen. Keine offenen Endpunkte, keine IP-Allowlists. Für interne Firmen-Tools ist das potenziell ein grosser Hebel.

Ein Standard, der ankommt

Die Zahlen unterstreichen, warum das relevant ist: MCP hat kürzlich 400 Millionen monatliche SDK-Downloads überschritten — eine Vervierfachung in diesem Jahr. Firmen wie Figma, Intuit und Netlify haben schon seit der Beta auf dem neuen Spec gebaut. Der Support rollt jetzt über die Claude-Produkte aus.

Meine Einordnung

Im Juli war «stateless» die Schlagzeile. Aber der eigentliche Enterprise-Unlock steckt im Rest: ein formales Extensions-Framework, Auth, die zu Okta und Entra passt, und Tunnels für interne Server. Das sind genau die unglamourösen Bausteine, an denen bisher jede grössere MCP-Integration gehakt hat. Protokoll-Arbeit feiert niemand — aber wer will, dass Agenten wirklich in Unternehmen ankommen, sollte hier genau hinschauen.


Quellen: