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Lovable verfünffacht seinen Google-Cloud-Deal — und holt sich Claude gleich mit dazu

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Das Stockholmer Vibe-Coding-Startup baut seinen Fußabdruck bei Google Cloud um das Fünffache aus. Interessant ist nicht die Cloud-Rechnung, sondern dass Lovable parallel auf Anthropics Claude und Googles Gemini setzt.

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Lovable, das schnell wachsende Vibe-Coding-Startup aus Stockholm, hat am 3. Juni einen mehrjährigen, erweiterten Deal mit Google Cloud bekannt gegeben. Die Eckzahl: ein fünffacher Ausbau des Lovable-Fußabdrucks auf Google Cloud, inklusive KI-Nutzung. Eine Dollar-Summe nannten beide Seiten nicht — aber die Größenordnung sagt genug.

Der eigentlich spannende Teil

Was mich an dieser Meldung aufhorchen lässt, ist nicht der Cloud-Vertrag an sich, sondern das Modell-Setup. Als Teil des Deals bekommt Lovable erweiterten Zugang sowohl zu Anthropics Claude — dem Modell, das für Coding-Aufgaben quasi gesetzt ist — als auch zu Googles eigenen Gemini-Modellen. Google verkauft hier also Cloud-Kapazität und liefert den Konkurrenten Anthropic gleich mit aus. Das ist die Realität des aktuellen KI-Markts: Die Hyperscaler verdienen an der Infrastruktur, egal welches Modell oben drauf läuft.

Dazu kommt Distribution über Google Clouds Gemini Enterprise Agent Gallery und eine Integration mit Wiz für Echtzeit-Sicherheitsscans des generierten Codes. Gerade der letzte Punkt ist bei einem Tool, das Nicht-Entwickler ganze Apps zusammenklicken lässt, kein Beiwerk, sondern Pflicht.

Warum das überhaupt eine Nachricht ist

Lovable ist kein kleines Experiment mehr. Das Unternehmen überschritt im Februar 400 Millionen Dollar an annualisiertem Umsatz und legte in einem einzigen Monat 100 Millionen Dollar drauf — mit gerade einmal 146 Mitarbeitern. Solche Zahlen pro Kopf sieht man selten. Wenn so ein Laden seine Infrastruktur verfünffacht, ist das ein handfestes Signal für die Nachfrage nach KI-gestütztem Bauen von Software.

Meine Einordnung

Mir gefällt an dieser Geschichte, wie offen sie das neue Spiel zeigt. Vor zwei Jahren hättest du gedacht: Wenn Google jemandem Cloud verkauft, dann auch das eigene Modell — exklusiv. Heute ist die Antwort: Nimm Gemini, nimm Claude, nimm beides, Hauptsache du läufst auf unserer Infrastruktur. Für Startups wie Lovable ist das ein Geschenk, weil sie das beste Modell pro Aufgabe wählen können, statt sich an einen Anbieter zu ketten. Und für uns, die solche Tools nutzen, heißt es: Die Frage ‘Welches Modell steckt da drin?’ wird zunehmend mit ‘Kommt drauf an, was du gerade machst’ beantwortet. Das ist gesund.


Quellen: TechCrunch: Lovable signs multi-year deal with Google Cloud to up usage 5x