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LLM 0.32 und llm-anthropic 0.26: Claude bekommt in der Kommandozeile ein großes Upgrade

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Simon Willison hat sein LLM-Tool in der größten Version seit dem Start veröffentlicht — plus ein llm-anthropic-Update, das die Claude-5-Modelle, serverseitige Tools und einen aufgeräumten Denk-Modus in die Kommandozeile bringt.

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Wenn du Claude gern aus dem Terminal heraus nutzt, war der 4. August ein guter Tag. Simon Willison hat gleich zwei Releases hintereinander veröffentlicht: LLM 0.32 — laut ihm die bedeutendste Version seit dem Start des Projekts — und direkt dazu llm-anthropic 0.26, das Plugin, das Claude in dieses Tool bringt.

Was LLM 0.32 bringt

Die Kernneuerung: LLM zeigt jetzt die Reasoning-Traces von Denk-Modellen an. Läufst du gegen ein Modell, das nachdenkt, siehst du diesen Denkprozess auf der Standardfehlerausgabe — sichtbar, aber sauber getrennt von der eigentlichen Antwort. Dazu kommen serverseitige Tools verschiedener Anbieter, aufgeräumte, inhaltsadressierte SQLite-Logs und Unterstützung für die neue GPT-5.6-Familie. Das günstige GPT-5.6 Luna ist jetzt sogar das Standardmodell für einen einfachen llm-Prompt.

Der Claude-Teil: llm-anthropic 0.26

Interessanter für uns ist das Anthropic-Plugin. Es fügt die drei aktuellen Modelle hinzu — claude-fable-5, claude-sonnet-5 und claude-opus-5 — und bringt serverseitige Tools direkt an die Kommandozeile: WebSearch, WebFetch, CodeExecution und AnthropicMCP, ansprechbar über das -T-Flag oder in Python über tools=. Die alten -o web_search-Optionen sind rausgeflogen, ersetzt durch das saubere -T WebSearch.

Am meisten Alltagsnutzen bringt aber die aufgeräumte Denk-Steuerung. Statt der alten Optionen für Budget, Anzeige und Adaptivität gibt es jetzt nur noch zwei Stellschrauben: thinking und thinking_effort — mit den Stufen low, medium, high, xhigh und max. Die Claude-5-Modelle denken standardmäßig. Bei Sonnet 5 und Opus 5 kannst du das mit -o thinking 0 abschalten, Fable 5 denkt dagegen immer. Und Reasoning, Tool-Aufrufe und Tool-Ergebnisse streamen jetzt als typisierte Events — sauber verarbeitbar statt als Textbrei.

Meine Einordnung

Das ist kein spektakuläres Feature-Feuerwerk, sondern solide Werkzeugpflege — und genau die ist oft wertvoller. Wer Claude skriptbar in Pipelines, Automationen oder kleinen Tools nutzt, bekommt hier zwei Dinge, die zählen: sichtbares Nachdenken, ohne dass es die Ausgabe verschmutzt, und serverseitige Tools, die man vorher selbst zusammenstückeln musste. Dass die Denk-Steuerung von einem Dutzend Optionen auf zwei zusammengeschrumpft ist, sagt viel über die Reife dieser Modelle. Weniger Knöpfe, mehr Klarheit. Ein llm install -U llm-anthropic lohnt sich.


Quellen: