xAI hat den vollständigen API-Rollout von Grok 4.3 abgeschlossen — und die Änderungen haben es in sich. Die Input-Preise sinken um rund 40 Prozent, das Kontextfenster wächst auf eine Million Tokens, und zum ersten Mal kann Grok nativ Video verarbeiten.
Die Zahlen
Grok 4.3 kostet jetzt 1,25 Dollar pro Million Input-Tokens und 2,50 Dollar pro Million Output-Tokens (bis 200.000 Input-Tokens, danach verdoppeln sich die Kosten). Zum Vergleich: Claude Opus 4.7 liegt bei 15 Dollar Input und 75 Dollar Output. Grok ist damit um Größenordnungen günstiger — allerdings bei deutlich niedrigeren Benchmark-Scores.
Auf dem Artificial Analysis Intelligence Index kommt Grok 4.3 auf einen Score von 53. Das ist solide für die Preisklasse, aber weit entfernt von den Frontier-Modellen. xAI setzt offensichtlich nicht auf ‘bestes Modell der Welt’, sondern auf ‘bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Agenten’.
Video-Input als Unterscheidungsmerkmal
Neu ist die Möglichkeit, Videos direkt zu verarbeiten — ein Feature, das weder Claude noch GPT-5.5 in dieser Form bieten. Dazu kommt die Fähigkeit, Präsentationsfolien direkt im Chat zu generieren. xAI baut Grok zunehmend als multimodalen Alleskönner auf, der vielleicht nicht die höchsten Benchmarks schafft, aber im Alltag praktisch einsetzbar sein soll.
Was der Preiskrieg bedeutet
Die aggressive Preispolitik von xAI erhöht den Druck auf alle Anbieter. Wenn agentenbasierte Workflows zur Norm werden, wird der Preis pro Token entscheidend — denn Agenten verbrauchen deutlich mehr Tokens als einzelne Chat-Anfragen. xAI positioniert sich als der günstige Dauerbrenner für Unternehmen, die ihre Agenten rund um die Uhr laufen lassen wollen.
Für Claude-Nutzer ändert sich kurzfristig nichts. Aber langfristig zeigt Grok 4.3, wohin die Reise geht: Die Preise fallen, die Kontextfenster wachsen, und der Wettbewerb wird über Alltagstauglichkeit entschieden — nicht über Benchmarks.
Quellen: VentureBeat, Artificial Analysis, Apiyi