Die Gerüchteküche brodelt — und diesmal steckt Substanz dahinter: OpenAIs nächstes großes Modell mit dem internen Codenamen ‘Spud’ hat das Pre-Training am 24. März in Stargate, dem neuen Rechenzentrum in Abilene, Texas, abgeschlossen. Sam Altman selbst sprach von ‘ein paar Wochen’ bis zum Launch.
Was wir wissen
Die Fakten zuerst: Das Pre-Training ist fertig. Greg Brockman nannte Spud das Ergebnis von ‘zwei Jahren Forschung’ und ‘keine inkrementelle Verbesserung’. Ob das Modell als GPT-5.5 oder GPT-6 vermarktet wird, hängt laut OpenAI vom Performance-Sprung gegenüber GPT-5.4 ab.
Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Release bis Ende April bei 78 Prozent. Bis Ende Juni sind es über 95 Prozent. Das wahrscheinlichste Fenster ist Mai — basierend auf OpenAIs üblicher Kadenz von drei bis sechs Wochen zwischen Pre-Training-Ende und Release.
Was wir nicht wissen
Und jetzt kommt die Einschränkung: Es gibt kein Architecture Paper, keine Parameter-Zahl, keine Benchmark-Ergebnisse, kein Pricing und keinen bestätigten Namen. Ein angebliches Leak nannte den 14. April als Launch-Datum zusammen mit einer ‘Super-App’, die ChatGPT, Codex und den Atlas-Browser vereinen soll — aber die Quelle ist unbestätigt und die Details verdächtig präzise.
Warum das trotzdem wichtig ist
Der Zeitpunkt ist brisant. Anthropic hat gerade Mythos Preview vorgestellt — ein Modell, das auf SWE-bench Verified 93,9 Prozent erreicht und bei dem Anthropic selbst sagt, es sei zu mächtig für einen öffentlichen Release. Wenn OpenAI jetzt nachlegt, stehen wir vor dem intensivsten Modell-Wettbewerb, den die KI-Branche je gesehen hat.
Für uns als Nutzer bedeutet das: Es wird spannend. Egal ob GPT-6 im April oder im Mai kommt — die nächste Generation KI-Modelle steht unmittelbar bevor. Und wenn man Brockman glauben darf, wird es kein kleiner Schritt.
Quellen: