Die Google I/O 2026 war ein einziges Statement: Alles ist jetzt KI. Google hat diese Woche drei neue Gemini-Modelle vorgestellt, einen persönlichen Agenten gelauncht und seine Abo-Struktur komplett umgebaut. Hier die wichtigsten Ankündigungen.
Gemini 3.5 Flash: Schnell und trotzdem schlau
Das neue Standardmodell heißt Gemini 3.5 Flash. Google behauptet, es liefere Frontier-Intelligenz bei vierfacher Geschwindigkeit gegenüber vergleichbaren Modellen. In Coding- und Agenten-Benchmarks soll es sogar Gemini 3.1 Pro übertreffen.
Gemini 3.5 Flash ist ab sofort das Standardmodell in der Google-Suche (AI Mode) und über die API in Google AI Studio verfügbar. Das ist ein aggressiver Move — Google drückt sein bestes schnelles Modell direkt in die Suche, die Milliarden Nutzer erreicht.
Gemini Spark: Dein Agent, der nie schläft
Die eigentliche Überraschung war Gemini Spark. Es ist ein persönlicher KI-Agent, der auf dedizierten Google-Cloud-VMs läuft — also weiterarbeitet, auch wenn dein Gerät aus ist.
Spark kann Kreditkartenabrechnungen auf versteckte Abos prüfen, E-Mails deiner Kinder-Schule überwachen und Notizen zu Google Docs zusammenfassen. Klingt nach dem, was Apple mit Siri nie hinbekommen hat.
Spark startet als Beta für AI-Ultra-Abonnenten. Was uns zum dritten Punkt bringt.
Neue Preisstufe: AI Ultra für 100 Dollar
Google hat sein Abo-Modell umgebaut. Die neue AI-Ultra-Stufe kostet 100 Dollar pro Monat und bietet fünfmal höhere Nutzungslimits als der 20-Dollar-Pro-Plan, Priority-Zugang zu Googles Coding-Tool Antigravity und 20 TB Cloud-Speicher.
Das ist eine klare Ansage Richtung Anthropic Max und OpenAI Pro. Der Preiskampf bei Premium-KI-Abos ist eröffnet.
Und sonst?
Google hat außerdem Gemini Omni vorgestellt — ein multimodales Modell, das Video als Output produzieren kann. Dazu kamen Android XR Smart Glasses in Kooperation mit Samsung, Gentle Monster und Warby Parker. Und eine komplett KI-gesteuerte Suchbox, die Bilder, Videos und ganze Chrome-Tabs als Input akzeptiert.
Die I/O war beeindruckend breit aufgestellt. Ob Google all das auch zuverlässig ausliefern kann, steht auf einem anderen Blatt.
Quellen: CNBC, Google Blog, Tom’s Guide