Google hat ein Feature gelauncht, das unspektakulär klingt, aber ziemlich clever ist: Skills in Chrome. Die Idee ist simpel – du kannst deine besten Gemini-Prompts als wiederverwendbare Werkzeuge speichern und sie mit einem Klick auf jeder beliebigen Website ausführen.
So funktioniert es
Du kennst das Szenario: Du hast einen Prompt geschrieben, der perfekt funktioniert – zum Beispiel einen, der Rezepte auf Proteingehalt analysiert oder der lange Dokumente auf die wichtigsten Punkte zusammenfasst. Bisher musstest du ihn jedes Mal neu eintippen oder aus einer Notiz kopieren.
Mit Chrome Skills kannst du diesen Prompt jetzt direkt aus dem Chat-Verlauf als ‘Skill’ speichern. Der Skill erscheint dann im Gemini-Menü in Chrome. Ein Tippen auf / oder den Plus-Button, Skill auswählen, fertig. Der Prompt läuft auf der aktuell geöffneten Seite – oder auf mehreren Tabs gleichzeitig.
Google hat zum Start über 50 vorgefertigte Skills in einer Prompt-Bibliothek bereitgestellt. Beispiele reichen von Produktvergleichen über mehrere Tabs bis hin zur Extraktion wichtiger Informationen aus langen Dokumenten.
Warum das interessant ist
Auf den ersten Blick ist das ‘nur’ eine Prompt-Bibliothek im Browser. Aber der entscheidende Unterschied ist der Kontext: Die Skills greifen direkt auf die geöffnete Webseite zu. Das macht sie deutlich nützlicher als ein gespeicherter Prompt in einer Notiz-App.
Für mich zeigt das Feature, wohin die Reise bei Browser-KI geht. Es geht nicht mehr nur darum, dass eine KI im Browser sitzt und Fragen beantwortet. Es geht darum, dass sie auf dem arbeitet, was du gerade siehst – und das mit vordefinierten Workflows, die du selbst erstellt hast.
Das erinnert mich an das, was Claude mit Cowork-Skills macht – nur eben direkt im Browser und für jeden zugänglich, der Chrome nutzt.
Verfügbarkeit
Skills rollen ab sofort für Chrome-Desktop aus – auf Mac, Windows und ChromeOS. Voraussetzung ist, dass die Chrome-Sprache auf Englisch (US) eingestellt ist. Andere Sprachen dürften folgen.
Die Einschränkung auf Englisch ist natürlich ärgerlich, aber typisch für Google-Launches. Wer es jetzt testen will, muss seine Spracheinstellungen kurz umstellen.
Quellen: