Google hat auf der I/O 2026 viel versprochen. Jetzt liefern sie. Seit dem 29. Mai ist Gemini Spark für Google AI Ultra-Abonnenten in den USA verfügbar — und es ist kein gewöhnlicher Chatbot.
Was Spark anders macht
Der entscheidende Unterschied zu allem, was wir bisher von Chatbots kennen: Spark läuft auf dedizierten Google Cloud Virtual Machines. Das bedeutet: Der Agent arbeitet weiter, wenn du den Browser schließt. Wenn du den Laptop zuklappst. Wenn du schläfst.
Das ist ein fundamentaler Paradigmenwechsel. Bisher waren KI-Assistenten reaktiv — du fragst, sie antworten. Spark ist proaktiv. Du delegierst eine komplexe Aufgabe, und Spark erledigt sie im Hintergrund. Über Stunden, wenn nötig.
Was Spark kann
Spark greift auf Google Workspace zu (Gmail, Kalender, Drive), verbindet sich mit über 100 Apps via Connectors und kann sogar Websites nutzen, bei denen du eingeloggt bist. Der Agent hat einen eigenen Remote-Browser und speichert automatisch relevante Informationen für spätere Aufgaben.
Der Preis ist gefallen
Interessant ist die Preisstrategie: Google hat den Ultra-Preis von 249,99 auf 99,99 Dollar pro Monat gesenkt — eine Reduktion um 60 Prozent. Das ist ein klares Signal: Google will agentenbasierte KI nicht als Luxusprodukt positionieren, sondern in den Massenmarkt bringen.
Was das bedeutet
Mit Gemini Spark betritt Google Neuland, das Anthropic mit Claude Orbit gerade erst erkundet und das OpenAI mit seinen Workspace Agents ebenfalls anpeilt. Der Unterschied: Google hat die Infrastruktur (Cloud, Workspace, Android), um einen 24/7-Agenten nahtlos in den Alltag von Hunderten Millionen Nutzern zu integrieren.
Die Frage ist nicht mehr, ob KI-Agenten unseren Arbeitsalltag übernehmen. Die Frage ist, wessen Agent es sein wird.
Quellen: 9to5Google, TechCrunch, Google Blog