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Figma kauft Vibe-Coding-Startup Bud — und will mehr als ein Design-Tool sein

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Figma hat das Team hinter der Vibe-Coding-Plattform Bud übernommen. Das Y-Combinator-Startup wird abgeschaltet, aber die Richtung ist klar: Figma will vom Design-Tool zur App-Fabrik werden.

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Figma hat das Team hinter Bud übernommen — einer Plattform, die als Vibe-Coding-Tool startete und sich später in eine Agenten-Plattform verwandelte. Die Übernahme ist ein Acqui-Hire: Bud und sein Vorgänger Orchids werden bis zum 18. Juli abgeschaltet.

Was Bud war

Bud (vormals Orchids) war ein Y-Combinator-Startup, mit dem man per natürlicher Sprache Apps für Mobile, Web, Slack und Browser erstellen konnte. Später wurde es zu einer Agenten-Plattform umgebaut, die verschiedene Services ansprechen, im Web navigieren und Code schreiben konnte, um Aufgaben zu automatisieren.

Nicht alles lief glatt: Die BBC berichtete Anfang des Jahres, dass auf Orchids erstellte Apps anfällig für Cyberangriffe waren.

Warum Figma das Team will

Figma verfolgt seit Monaten eine klare Strategie: weg vom reinen Designtool, hin zur Plattform, auf der Teams nicht nur Konzepte entwerfen, sondern funktionierende Apps bauen. Die Schritte waren sichtbar:

  • Letztes Jahr: Figma Make für Web-Apps
  • Februar 2026: Integration mit Codex und Claude Code
  • Mai 2026: Eigene KI-Agenten auf dem Canvas

Der Bud-Acqui-Hire passt in diese Linie. CEO Kevin Lu schrieb auf X, Figma sei ‘eines der prägenden Produktunternehmen unserer Zeit’ — und der natürliche Ort für die neue Ära der Arbeit.

Meine Einordnung

Was Figma hier macht, ist symptomatisch für die gesamte Tool-Landschaft: Die Grenzen zwischen Design, Prototyping und Coding verschwimmen. Wenn du in Figma ein Design erstellst und es direkt in eine funktionierende App verwandeln kannst — wer braucht dann noch den klassischen Handoff an die Entwicklung?

Das ist kein Zufall. Claude Code, Codex, Cursor — sie alle zeigen, dass ‘vibe coding’ kein Hype mehr ist, sondern die Art, wie immer mehr Menschen Software bauen. Figma will sicherstellen, dass dieser Workflow bei ihnen anfängt, nicht bei der Konkurrenz.


Quellen: