Anthropic hat am Freitag Claude Design vorgestellt — ein neues experimentelles Produkt, das visuelle Arbeit direkt in Claude bringt. Du beschreibst, was du brauchst, und Claude erstellt Prototypen, Slide-Decks, One-Pager oder andere visuelle Layouts. Danach kannst du per Chat oder direktem Editing verfeinern.
Was Claude Design kann
Das Besondere: Claude Design generiert zu jedem Entwurf interaktive Slider, die bestimmten Elementen im Design zugeordnet sind. Ziehst du an einem Slider, verändert sich das entsprechende Element in Echtzeit. Das klingt nach einem kleinen Detail, aber es macht den Unterschied zwischen ‘ich beschreibe alles per Text’ und ‘ich kann direkt an Parametern drehen’.
Noch interessanter für Teams: Claude Design kann das Design-System deines Unternehmens einlesen — Codebase und Design-Dateien — und automatisch auf neue Projekte anwenden. Das bedeutet: konsistente Visuals, auch wenn der Gründer um 2 Uhr nachts eine Präsentation baut.
Export geht als PDF, URL, PPTX oder direkt nach Canva.
Für wen ist das gedacht?
Anthropic sagt klar: Claude Design ist für Leute ohne Design-Hintergrund. Gründer, Produktmanager, alle die eine Idee schnell visuell kommunizieren wollen, ohne erst Figma lernen zu müssen. Das Produkt läuft auf Opus 4.7 und ist für Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Abos verfügbar.
Figma-Aktie reagiert
Gizmodo berichtet, dass Figmas Aktie nach der Ankündigung sofort nachgab. Anthropic selbst positioniert Claude Design als komplementär zu Canva — nicht als Konkurrenz. Aber der Markt sieht das offenbar anders.
Meine Einordnung
Das ist ein logischer nächster Schritt. Claude war schon immer stark darin, HTML und visuelle Prototypen zu generieren — jetzt bekommt das einen eigenen Produktrahmen. Die Design-System-Integration ist der eigentliche Killer-Feature: Wenn das zuverlässig funktioniert, wird das in Enterprise-Workflows richtig relevant. Ich bin gespannt, wie ausgereift das Ganze in der Praxis ist.
Quellen: