Zwei Versionen weiter, und diesmal geht es weniger um Sicherheit als um Fluss. 2.1.250 räumt an ein paar Stellen auf, an denen Claude Code bisher ins Stocken kam.
Der Punkt, der mir am meisten bringt: Läuft eine Session in dein Nutzungslimit, macht sie jetzt automatisch weiter, sobald das Limit zurückgesetzt ist. Kein Abbruch mitten im Gedanken, kein Neustart, kein „wo war ich stehengeblieben”. Wer wie ich abends gern lange Läufe anstößt, kennt das Ärgernis – ab jetzt ist es weg.
Zweitens: Du kannst eine andere laufende Session per @ beim Namen ansprechen. Das klingt nach Spielerei, ist aber die logische Fortsetzung der Session-zu-Session-Nachrichten aus den letzten Releases. Statt dass zwei Agenten sich blind über ListAgents finden müssen, adressierst du gezielt den, der gerade an der API-Schicht sitzt, und schickst ihm deine Entscheidung rüber.
Dazu passt, dass das Forken von Subagenten jetzt standardmäßig an ist. Interaktiv gestartete Agenten laufen im Hintergrund weiter, statt deinen Vordergrund zu blockieren. Für Leute, die mehrere Stränge parallel fahren, ändert das den Arbeitsrhythmus spürbar – man wartet weniger und delegiert mehr.
Eine Sache, über die du stolpern könntest: Die Todo- und Task-Werkzeuge (TaskCreate, TaskUpdate, TodoWrite und Co.) sind auf den neueren Modellen – Opus 4.8, Sonnet 5, Fable 5, Mythos 5 – nicht mehr verfügbar. Die Modelle planen inzwischen ohnehin selbst, das explizite Tracking-Tool war da eher Ballast. Wenn du es trotzdem brauchst, holst du es mit CLAUDE_CODE_ENABLE_TODO_TOOLS=1 zurück.
Der Rest ist die übliche stille Pflege. Die Remote-Control-Synchronisierung wurde ausgebaut, damit lokale Sessions sauberer über Geräte hinweg weiterlaufen. GitLab bekommt endlich MR-Badges. Und im Terminal wurden Devanagari und andere indische Schriften repariert, die vorher die Spaltenausrichtung zerschossen haben – ein Detail, das die meisten nie sehen, für die Betroffenen aber der Unterschied zwischen brauchbar und unlesbar ist.
Kein spektakuläres Release, aber die automatische Fortsetzung am Limit nehme ich sofort. Genau die kleinen Reibungen, die man erst vermisst, wenn sie weg sind.
Quellen: Claude Code Changelog · Releasebot: Claude Code