Nächster Punkt in der schnellen Taktung: Claude Code 2.1.247 ist da. Kein großer Umbau, aber ein paar Neuerungen, die den Alltag glätten.
Das auffälligste neue Feature ist das SendFeedback-Tool. Wenn in einer Session etwas schiefläuft, kann Claude jetzt selbst einen Feedback-Bericht vorbereiten. Du schaust ihn dir an und schickst ihn über /feedback ab. Wer das nicht will, schaltet es über die Einstellung feedbackDrafts ab. Praktisch, weil man Fehler oft genau dann meldet, wenn man gerade keine Lust hat, den Kontext mühsam zusammenzuschreiben.
Für alle, die viel über die API arbeiten, ist /claude-api cost-optimize der spannendere Zusatz. Der Befehl nimmt sich ein bestehendes Projekt vor, schaut sich die API-Ausgaben an und arbeitet die Kostenhebel der Reihe nach durch — Caching, Token-Hygiene, Batch-Verarbeitung, Effort-Level, Modellwahl. Immer eine gemessene Änderung nach der anderen, statt blind an mehreren Schrauben gleichzeitig zu drehen. Dazu deckt der /claude-api-Skill jetzt auch die Admin API ab: Mitglieder, Einladungen, Workspaces, API-Keys, Rate-Limit-Reports und mehr.
Organisationen bekommen außerdem mehr Kontrolle über die kleinen Tipps, die während der Wartezeit im Spinner auftauchen. Über spinnerTipsOverride und eine eigene tipsFile lassen sich eigene Hinweise einstreuen. Und bei Bash-Berechtigungsabfragen gibt es jetzt einen Tipp Richtung Auto-Mode — inklusive einer Ein-Tasten-Option „Ja, und in den Auto-Modus wechseln”.
Der Rest ist Kleinarbeit, aber genau die richtige Sorte. Sub-Agenten sterben nicht mehr an einem 404 beim ersten Modellaufruf, sondern greifen auf die Fallback-Kette der Session zurück. Ein Hook, der megabyteweise Fehlertext ausspuckt, kann die Konversation nicht mehr überlaufen lassen und die Session mit „Prompt is too long” lahmlegen. Und die Bash-Sandbox räumt nicht mehr aus Versehen einen per Dotfile verwalteten settings.json-Symlink weg. Solche Fixes sieht man nicht auf dem Marketingzettel — aber genau sie entscheiden, ob ein Werkzeug im Dauereinsatz nervt oder nicht.
Nichts davon ist spektakulär. Aber die Summe aus Kostentransparenz, weniger Reibung beim Melden von Fehlern und einem Stapel unaufgeregter Bugfixes ist genau das, was ein Tool braucht, das man jeden Tag anfasst.
Quellen: Claude Code Changelog · @anthropic-ai/claude-code auf npm